Reading Group: Worshiping Power – An Anarchist View on early State Formation

”The question of how and why states were formed is the keystone of Western civilization’s creation mythology. Most readers will share my experience of having been brought up in a society where history begins with the appearance of the State. Anything outside its domain is a Dark Age, terra incognita, a savage and barbarian land. We are taught that communities created the hierarchical structures of territorial governance that would eventually solidify as states out of a need to organize more efficiently, to respond to natural disasters or population growth, to administer large-scale infrastructure, to defend against hostile outsiders, to protect individual rights through a social contract, or to regulate economic production and surplus value. All of these hypotheses are demonstrably false, yet we are continually indoctrinated to accept them, to keep us from grasping the predatory, parasitic, elitist, and completely unnecessary nature of the State. Official versions of the story of state formation can be triumphant, portraying the State as an escape from barbarism, or they can be cynical, acknowledging the State to be a continuation of human savagery, but at all costs we must believe that state formation was necessary to human progress and that states are an indispensable part of global society today.“ – Peter Gelderloos
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BO/DO – Radikale Bildungskurse: Wintersemester 2019/2020

Warum radikale Bildungskurse?

Wir wollen eine vollkommen andere Welt schaffen, in der jede*r über sich selbst bestimmt: Dafür braucht es aber bestimmtes Wissen und die Fähigkeit, sich dieses ohne Zwang anzueignen. Staatliche und kapitalistische Schulen, Universitäten und Ausbildungsorte trainieren uns diese durch ihre Hierarchien, Vorgaben, Prüfungen und Noten ab. Anstelle eines Angebotes aus dem wir frei wählen, geben uns Autoritäten wie das Bildungsministerium, Lehrer*innen und Dozent*innen vor, was wir lernen sollen.
Dies dient der Kontrolle unseres Wissens, z.B. ist die Geschichte der anarchistischen Bewegung und deren Erfolge vielen unbekannt. Auch praktisches Wissen, bespielsweise wie Nahrung angebaut oder verarbeitet wird, fehlt uns, so werden wir in zentralen Teilen des Lebens abhängig von hierarchischen Institutionen gehalten.
Wenn wir also eine Welt ohne Kapitalismus, Staat, Patriarchat und jede andere Herrschaft anstreben, müssen wir aus unserer eigenen Geschichte lernen und uns praktisch die Fähigkeiten aneignen, die uns selbst über unsere Leben bestimmen lassen. Deshalb organisieren wir dieses Wintersemester Kurse zum selbstbestimmten Lernen. Diese sind offen für alle Menschen, ob sie an der Ruhr-Uni studieren oder nicht. Eine Auflistung der Kurse findet sich im Nachfolgenden. Falls euch ein Thema fehlt und ihr mithelfen wollt, etwas zu organisieren, dann meldet euch bei uns.

Lasst uns mit neugierigen Lernen beginnen
und die Welt radikal verändern!

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BO – 11.11.2019: Anarchistisches Kennenlerntreffen an der Ruhr-Uni – Offensiv zur Revolutionären Befreiung


Selbstbefreiung wagen: Die demokratische Illusion hinter sich lassen

Immer größere und längere Waldbrände, Stürme, Fluten und Dürren. Allein die Nachrichten zum Klimawandel lassen unsere Zukunft katastrophal erscheinen. Hinzu kommen wachsende Umweltzerstörung. Faschismus, Nationalismus und Armut. Politiker*innen, Regierungen und Staaten versprechen uns schon seit Jahrzehnten daran etwas zu ändern, doch sie tragen nur dazu bei es schlimmer zu machen. Das wir wählen können, wer uns beherrscht, wird uns nicht retten.  
Ohne die Demokratie und ihre Wahlen wären Bolsonaro & Trump nicht die Macht angekommen und die AfD keine so große Bedrohung. Wünschst du dir eine Welt in der alle Menschen gleichwertig, selbstbestimmt und solidarisch zusammenleben? In der wir Verantwortung füreinander übernehmen und du selbst Entscheidungen triffst anstatt gehorsam sein zu müssen? Die Umsetzung dieser Ziele ist kein Utopie, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir die Katastrophen unserer Welt bekämpfen können. Es ist deine Entscheidung, ob du weiterhin deine Wünsche und Ziele aufgibst und auf Autoritäten wartest, die dich erlösen oder mutig wirst und beginnst selbst zu handeln.
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Workshop der Schwarzen Ruhr-Uni beim Anarchistische Perspektiven auf die Wissenschaft Kongress in Hamburg

Vom 31.10 – 03.11.2019 findet in Hamburg der fünfte Anarchistische Perspektiven auf die Wissenschaft Kongress statt. Am Samstag, den 02.11.2019 beteiligt sich die Schwarze Ruhr-Uni ab 16.00 Uhr mit einem Workshop dazu wie mensch selbst Radikale Bildungskurse organisieren kann. Mehr dazu im Folgenden. Das Gesamtprogramm des Kongresses findet ihr hier. (mehr…)

BO: 07.11.2019 – Vortrag: Jenseits von Staat, Kapitalismus und Patriarchat – Anarchismus eine Einführung

Einst die stärkste sozialistische Strömung, wurde der Anarchismus von Faschismus, Staatssozialismus und staatlicher Demokratie bis zum Ende der 1930er–Jahre fast vollständig ausgelöscht. Heute wehen die schwarzen Fahnen wieder in den Herzen vieler Menschen. Doch was ist Anarchismus überhaupt und worin unterscheidet er sich von allen anderen (europäischen) Theorien und Bewegungen der Gegenwart? Warum lehnen Anarchist*innen Kapitalismus und Staat ab? Und weshalb sind Herrschaft und Hierarchien die grundsätzliche Ursache vieler Probleme unserer Welt? Diese und weitere Fragen sollen im Vortrag beantwortet werden, denn nichts ist unrealistischer, als alles so zu belassen wie es ist, und andere Resultate zu erwarten. (mehr…)

BO: 22.10.2019 – Allerletzter Alternativer Uni-Rundgang

Seit fast einem Jahrzehnt gibt es den alternativen Uni-Rundgang. Wir haben den Rundgang vor einigen Jahren vom Protestplenum übernommen. Nachdem mit dem Politischen Archiv nun der letzte selbst-verwaltete Raum rausgeschmissen wurde und die Alternative Semesterparty, nach Drohungen seitens der Univerwaltung, nicht mehr stattfindet, haben wir uns entschieden auch den Rundgang einzustellen, denn beide waren die wichtigsten Stationen. (mehr…)

BO: Aufruf zu antiautoritären Beteiligung am Klimastreik in Bochum am 20.09.2019

Am 20.09 findet ein internationaler Klimastreik statt – auch in Bochum sind Aktionen geplant. Wir rufen dazu auf, sich an dem Streik zu beteiligen und sich gegen den vermeintlichen staatlichen Klimaschutz zu positionieren. Schwänzt die Schule&Uni und streikt bei der Arbeit, z.B. in dem ihr euch krank schreiben lasst. Kommt an dem Tag außerdem zur Demo in der Bochumer Innenstadt und/oder organisiert Direkte Aktionen, um die kapitalistisch-staatliche Ordnung zum wanken zu bringen. (mehr…)