Arbeiten, Kaufen, Wegwerfen – Was ist das Leben wert? Aktion gegen Primark-Eröffnung in Krefeld

Am 15.10. eröffnete die Billig-Textilkette Primark ihre Krefelder Filiale im ehemaligen Hortenhaus. Primark steht insbesondere für die Ausbeutung von Arbeitnehmer/innen in Entwicklungsländern und für prekäre Arbeitsverhältnisse hierzulande, um modische Textilien billigst anbieten zu können. Die Anarchistische Gruppe Krefeld beteiligte sich mit Unterstützung der Anarchistischen Föderation Rhein/Ruhr an einer Bündnis-Demonstration gegen die Eröffnung der Primark Filiale. Nach einer Kundgebung gegenüber von Primark zog der ca. 60 Personen starke Demozug durch die Krefelder Innenstadt, blieb immer wieder vor Kleidungsgeschäften stehen und thematisierte so in Redebeiträgen die Ausbeutungsverhältnisse hinter den Produkten. Dabei blieben die Redebeiträge mit Ausnahme der Rede der Anarchistischen Gruppe Krefeld reformistisch und verkürzt, da nur davon die Rede war, dass nur anders konsumieren werden müsste, um “fairere Kleidung” zu haben; auch Fair-Trade als Alternative war hoch im kurs. Für uns Anarchisten und Libertäre ist klar: Das Problem ist im Bestehenden zu suchen – dem Kapitalismus, der Profitlogik und der Herrschaft an sich. Das verdeutlichten wir durch einen Anarchistischen Block mit rund 20 Genoss*innen.

Nach Ende der Demonstration fanden wir uns nochmals als Anarchistischer Block unangemeldet vor Primark wieder, trugen unseren Redebeitrag vor und hielten den hunderten Konsumwütigenden, die in den Primark strömten, vor: “Kaufen, Kaufen, Fressen, Fressen und den Rest der Welt vergessen!”


1 Antwort auf „Arbeiten, Kaufen, Wegwerfen – Was ist das Leben wert? Aktion gegen Primark-Eröffnung in Krefeld“


  1. 1 Arbeiten, Kaufen, Wegwerfen – Was ist das Leben wert? Aktion gegen Primark-Eröffnung in Krefeld « Anarchistischer Funke Pingback am 20. Oktober 2014 um 11:36 Uhr
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