Eindrücke vom A-Zelt auf dem Klimacamp im Rheinland




3 Antworten auf „Eindrücke vom A-Zelt auf dem Klimacamp im Rheinland“


  1. 1 Classwar 30. August 2016 um 20:48 Uhr

    Diese ganzen Crimethinc Poster stören mich doch etwas.
    Warum schreibt man sich ausgerechnet diesen subkulturell geprägten Livestyle-Anarchismus auf die Fahne?
    Ich sehe da die Gefahr, dass man dadurch eben noch mehr unter sich bleibt und das eigene Süppchen kocht als ohnehin schon.

  2. 2 Person 31. August 2016 um 22:26 Uhr

    @Classwar: Das ist eine berechtigte Kritik. Allerdings möchte ich die Inhalte nicht verlieren. Du kannst ja über Crimethinc denken, was du möchtest, aber ich sehe keine guten Alternativen.
    Wo siehst du in Crimethinc mehr Subkultur als bei der übrigen anarchistischen „Bewegung“?
    Oder findest du es doof, den Leuten ihre Illusion der Demokratie wegzunehmen.

  3. 3 Classwar 01. September 2016 um 2:35 Uhr

    @Person

    Alternativen zu Crimethinc dürfte es doch zu Genüge geben, die anarchistische Bewegung hat doch eine lange und breite Tradition, wo solche Stilblüten wie Crimethinc oder gar Primitivismus eher (wenn auch relativ neue) Randerscheinungen sind.

    Der syndikalistische und klassenkämpferische Ansatz ist z.B.(zumindest in der Theorie, was daraus gemacht wird ist natürlich immer etwas anderes) genau das Gegenteil von Subkulturell, da hier nicht die individuelle Revolte geprobt wird, sondern versucht wird in die Gesellschaft bzw. die Lohnabhängige Klasse hineinzuwirken und über konkrete Organisation z.B. am Arbeitsplatz etwas greifbares geboten wird.
    Die 42 Jährige Mutter mit 2 Kindern Zuhause, die sich mit Minjobs über Wasser hält, wird sich mit ziemlich großer Sicherheit nicht davon begeistern lassen, wenn ein paar Jugendliche davon sprechen einfach im Laden die Waren einzustecken und nicht zu bezahlen, oder das Essen für die Kinder im Müll zu suchen.(Das ist natürlich sehr überspitzt, aber ich hoffe es ist klar was gemeint ist.)

    Vielleicht hat sie aber Interesse, gemeinsam und solidarisch für bessere Bedingungen zu streiten oder sich gegen eine Wohnungsräumung zu wehren.
    Dort wo anarchistische Ideen historisch erfolgreich waren und Leute erreicht haben, sind die Anarchist_Innen gerade nicht als kleine subkulturelle Truppe aufgetreten.

    Natürlich müssen auch solche Ansätze aktualisiert und an die heutigen Bedingungen angepasst werden.(was ja zum Teil auch geschieht).

    Zu der Demokratie-Frage: Demokratie ist in erster Linie ein schwammiger Begriff, der ja leider für sehr vieles stehen kann, sowohl im positiven als auch im negativen und den sogut wie fast alle politischen Strömungen vom Rechtsliberalen über den Sozialdemokraten bis hin zur Anarchistin für sich beansprucht haben.Demokratie als solches müsste ersteinmal erklärt werden, aber eben nicht nach solch simplem Schema wie: In dem Wort Demokratie steckt das griechische Wort für Herrschaft, deshalb ist Demokratie schlecht.

    Den Leuten ihre Illusion in die Parlamente zu nehmen, finde ich aber aufjedenfall alles andere als doof ;)

    Aber vielleicht geht das eben ohne Crimethinc und co. doch besser.

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