Archiv für November 2016

27.11. Essen: offenes anarchistisches Organisierungstreffen

Seit 4 Jahren gibt es einen kontinuierlichen Aufbauprozess anarchistischer Gruppen und Strukturen im Rhein/Ruhr Gebiet. Im Ruhrgebiet war dieser bisher vor allem im östlichen Ruhrgebiet erfolgreich. Im Raum Mülheim, Essen, Oberhausen, Gelsenkirchen gab es bislang zwar auch einige Organisierungsbemühungen; bislang sind daraus allerdings leider noch keine langfristig handlungsfähige, explizit anarchistischen Strukturen hervorgegangen. Generell ist eine Entwicklung zu beobachten, dass das östliche Ruhrgebiet auch in der Linken deutlich stärkere Strukturen aufweist. Wir denken, dass es wichtig ist, dass die Bewegung überall stark ist, dass wir überall präsent sind und vor allem, dass es überall Menschen gibt, die Anarchist*innen sind oder mit unseren Inhalten sympathisieren. Was es braucht, ist die Initiative, ein Anstoß, nicht mehr alleine mit seinen Ideen zu bleiben, sondern zusammen zu kommen. Aus der Isolation auszubrechen, in der uns der kapitalistische Alltag wissen will.

Wir wollen einen Zeit-Raum schaffen, in dem ihr euch kennenlernen könnt. Egal, ob ihr Interesse daran habt, Teil einer anarchistischen Gruppe für eure Stadt zu sein, einen Lesekreis zu etablieren, ein Feld kollektiv zu verwalten, euch in Bildung, Stadtteil oder Arbeit zu organisieren. In Essen ist es gelungen, mit dem linken Zentrum Alibi einen neuen Raum zu etablieren, ein Anfang, auf dem es jetzt aufzubauen gilt!

Kommt am 27.11.2016 um 15.00 Uhr ins Linke Zentrum Alibi, Gladbecker Str. 10, 45141 Essen

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Audio: „Damit nichts anbrennt“ – Ein kurzer Überblick über relevante Rechtsfragen im Zusammenhang mit politischer Arbeit

Täglich sind Handelnde in politischen Zusammenhängen mit rechtlichen Problemen und gesetzlichen Regelungen konfrontiert oder aber staatlichen Funktionsträgern ausgesetzt, die diese Gesetze – teils über deren Inhalt und Sinn hinaus – anwenden.
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[Bo] 15.11. Reading Group – From Democracy to Freedom / Lesekreis – Von der Demokratie zur Freiheit

English

„Democracy is the most universal political ideal of our day. George Bush invoked it to justify invading Iraq; Obama congratulated the rebels of Tahrir Square for bringing it to Egypt; Occupy Wall Street claimed to have distilled its pure form. From the Democratic People’s Republic of North Korea to the autonomous region of Rojava, practically every government and popular movement calls itself democratic.

And what’s the cure for the problems with democracy? Everyone agrees: more democracy. Since the turn of the century, we’ve seen a spate of new movements promising to deliver real democracy, in contrast to ostensibly democratic institutions that they describe as exclusive, coercive, and alienating.“
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[Do] Bericht zur anarchistischen Kiezdemo durch die Nordstadt am 4.11.

Am 04.11. fand in der Dortmunder Nordstadt eine anarchistische Kiez-Demonstration, angeführt von einem kleinen Frauen* Lesben* Trans* und Inter* Block, mit zu Höchstzeiten 80 Teilnehmer*innen statt. Von 15.00-16.00 Uhr gab es vor dem anarchistischen Buch- und Kulturzentrum – Black Pigeon – eine Standkundgebung, zu der sich nach und nach mehr Menschen gesellten. Ein Jingel des anarchistischen Radios Berlin, welches auf 4 Sprachen (Englisch, Deutsch, Kurdisch, Spanisch) aufgenommen wurde machte den Anfang. Danach folgte ein Redebeitrag der queerfeministischen Gruppe Lila Lautstark, eine Rede vom Mieterverein Dortmund und eine der Schwarzen Ruhr Uni. Ausgerechnet bei der sehr interessanten Rede des Mietervereins Dortmund streikte leider zwischendurch etwas die Technik, wodurch die Botschaft der Rede nicht ganz rübergebracht werden konnte. Bis auf diesen Zwischenfall leistete das Lauti-Fahrrad aber gute Dienste.
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[Bo] Anarchistisches Kennenlerntreffen

Die Katastrophe ist unsere Gesellschaft

Oft kommt es einem in diesen Tagen so vor als ob wir uns auf eine einzige große Katastrophe zu bewegen: Klimawandel, das Erstarken faschistischer Bewegungen wie der AfD, die Morde an den europäischen Grenzen, wachsende Armut, der Druck von Prüfungen und die Konkurrenz an der Uni, die Kontrolle von Forschung durch staatliche und kapitalistische Interessen, die Tristesse und der Zwang der Lohnarbeit, die Vereinsamung und der Mangel an intensiven & solidarischen Beziehungen. Die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen.
Das Ganze wird garniert mit den immer selben leeren Phrasen der Politik, dem hohlen Begriff der „Demokratie“ und der Vorstellung alles sei alternativlos. Doch für uns ist dies nicht alternativlos. Wir können uns ein besseres Zusammenleben vorstellen in dem unsere Bedürfnis zählen und wir selber über unsere Leben bestimmen ohne Herrschaft, Unter- und Überordnung von Menschen.
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