Krefeld: Anarchie – geht das? Diskussion mit Filmbeispielen

Am Samstag, den 4.März 2017 um 17.30 Uhr in der Blumenstraße 35 in Krefeld:
Wir diskutieren über das Projekt A mit Filmbeispielen
(und was zu Futtern :) ! )


„,Anarchismus‘ wird häufig mit Chaos, Desorganisation und Zerstörung gleichgesetzt – fälschlicherweise. Er ist nämlich eine Form des Sozialismus, richtet er sich doch gegen den Kapitalismus und das System des Grundbesitzes. Aber obendrein ist er auch eine libertäre, das heißt freiheitliche Form des Sozialismus. Im Anarchismus nehmen individuelle Freiheit und Individualität einen äußerst hohen Stellenwert ein; sie entfalten sich am besten in einem Kontext von Demokratie und Gleichheit. Doch Individuen gehören verschiedenen Klassen an, die auf Ausbeutung und Macht in den heutigen Systemen des Kapitalismus und des Grundbesitzes fußen. Um dieser Situation ein Ende zu bereiten, ist es notwendig, den Klassenkampf zu führen und eine Revolution anzustreben, um so eine freie sozialistische Gesellschaft zu schaffen, die auf den Grundlagen von Gemeineigentum, Selbstverwaltung, demokratischer Planung von unten und einer am Bedarf ausgerichteten, nicht profitorientierten Produktion basiert. Nur eine solche Gesellschaftsordnung macht individuelle Freiheit möglich.“

SCHWARZE FLAMME
Revolutionäre Klassenpolitik im Anarchismus und Syndikalismus
Lucien van der Walt / Michael Schmidt
NAUTILUS


4 Antworten auf „Krefeld: Anarchie – geht das? Diskussion mit Filmbeispielen“


  1. 1 FreiheitdurchKlassenkampf 02. März 2017 um 15:46 Uhr

    Wow ich bin echt positiv überrascht von euch, endlich mal ein klarer Klassenstandpunkt und die Forderung nach einer demokratisch kontrollierten planwirtschaft als Grundvorraussetzung für individuelle Freiheit, statt dem sonst so üblichen Crimethinc und Anything Goes Geseiere.

    Herrschaftsfreies Leben lässt sich eben nicht im Kapitalismus erfahren, und auch nicht auf beliebigem Wege einführen, sondern erst die sozialistische revolution durch die organisierten Massen als Grundlage macht dies möglich.

  2. 2 Administrator 09. März 2017 um 13:35 Uhr

    @FreiheitdurchKlassenkampf:

    Die anarchistische Föderation Rhein/Ruhr begreift sich als Strömungsübergreifend. Deswegen wirst du hier immer Sachen finden die dir mehr entsprechen als andere, da wir keine einheitliche Linie vertretten.

  3. 3 FreiheitdurchKlassenkampf 10. März 2017 um 15:43 Uhr

    Und was soll dabei außer einem undifferenzierten Wirrwar sich widersprechender Ideen herauskommen?

    Für mich klingt das nur danach, als wolltet ihr möglichst alle Leute einsammeln, die irgendwie „Anarchie“(was auch immer das dann heißt) geil finden, ohne überhaupt einen Plan zu haben, was ihr überhaupt wollt oder damit meint.

    Wie soll denn eure Revolution aussehen?
    Wie stellt ihr euch vor ohne Konzepte eine moderne Industrie-Gesellschaft am Leben zu halten nach eurer Revolution?

    Wen wollt ihr ansprechen, wenn ihr auf solche Fragen dann nur antworten könnt: „wir geben keine Linie vor!“

  4. 4 Administrator 11. März 2017 um 3:18 Uhr

    @FreiheitdurchKlassenkampf: Synthetischer föderalistischer Anarchismus hat nichts mit Beliebigkeit zu tun. Er entspricht nur sehr stark einem Grundwesen des Anarchismus: Die Unterschiedlichkeit der Ansätze, Kampfformen usw. Hier kannst du dir ein bisschen mehr über unsere Grundsätze durchlesen: https://fda-ifa.org/fda-ifa/

    Ansonsten sind deine Fragen viel zu Komplex als das sie in einer Kommentar Spalte abgehandelt werden können. Wir sind jederzeit für einen Diskurs offen, wenn du daran Interessiert bist komm doch zu einer unserer zahlreichen Veranstaltung.

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