Archiv der Kategorie 'AGÖR'

Dortmund + Witten, Do. 27. Juni + Fr. 28. Juni: Schwarzer Tresen

B. T. 50 – ¡Viva el muerto! – Zum 50. Todestag von B. Traven

Wäre es nach der marodierenden Soldateska 1919 gegangen, wäre er seit 100 Jahren mausetot. B. Traven starb aber gemeinerweise erst vor 50 Jahren, am 26. März 1969 in Mexico City.

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Witten, Fr. 24. Mai: Schwarzer Tresen

„Halt! Wer weitergeht wird erschossen“ – 100 Jahre Bayerische Räterepublik – Sozialisten, Anarchisten und Kommunisten in ihrem Handeln

Vor einhundert Jahren fand im Frühjahr 1919 die Bildung der Bayerischen Räterepublik statt. Pazifistische Frauenrechtlerinnen, Arbeiter und Arbeiterinnen, Bayerische Bauern, revolutionäre Schriftsteller und Revolutionäre verteidigten durch die Bildung der Räterepublik ihre errungenen Selbstbestimmungsrechte. Es begann ein heftiger, blutiger Kampf der bürgerlichen Kräfte, der gemäßigten Sozialdemokraten und der Freikorps und kaiserlichen Militärs gegen die Räterepublik. Nach drei Wochen Kampf wurde die Räterepublik blutig niedergeschlagen.

Im Gedächtnis vieler Bayern ist die Räterepublik lange geblieben.

Vortrag mit verschiedenen Rollen zur Konkretisierung der damaligen Ereignisse.

Fr. 24. Mai 2019, 19:00 Uhr, Witten, Trotz Allem, Wideystraße 44

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Witten, Fr. 26. April: Schwarzer Tresen

Gustav Landauer

In diesen Wochen finden viele Veranstaltungen in Erinnerung an die Revolution in Deutschland vor hundert Jahren statt. Nach einer Veranstaltung des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark zum Thema Revolution 1919 in Witten und einer Publikation von Ralph Klein zum gleichen Thema wird an Gustav Landauer erinnert, der führend an der Münchner Räterepublik beteiligt war und nach seiner Verhaftung am 2. Mai 1919 von rechten Freikorpssoldaten ermordet wurde. Deshalb wurde Christoph Knüppel eingeladen, der sich seit fast 40 Jahren immer wieder mit Gustav Landauer befasst und zuletzt seine Briefe und Tagebücher von 1884 bis 1900 mit einem ausführlichen Kommentar herausgegeben hat. Am Freitag, 26. April 2019, ab 19:00 Uhr im Trotz Allem, Wideystraße 44, erzählt Christoph Knüppel,

Wie Gustav Landauer zum Anarchisten wurde

Eine Lesung aus seinen frühen Briefen, Tagebüchern und Schriften

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Witten, Fr. 30. November: Schwarzer Tresen

Vortrag von Werner Portmann über Pierre-Joseph Proudhon

Gustave Courbet (1819-1877) Pierre-Joseph Proudhon en zijn kinderen in 1853 - Petit Palais Parijs 23-8-2017 16-48-24

Im deutschsprachigen Raum ist er kaum mehr bekannt. Nur sein von ihm populär gemachtes Schlagwort „Eigentum ist Diebstahl“ taucht da und dort noch in einem Artikel oder Flugblatt auf, ohne dass die, die ihn zitieren wissen wer denn diesen Satz zum Schlagwort formte. Der französische Soziologe und Philosoph Pierre-Joseph Proudhon (1809–1865) war es, der sich mit diesem Satz auf einen Schlag in Europa als radikaler Umstürzler bekannt machte. Er war es auch, der als einer der ersten das Wort Anarchie vom negativen zum positiven Begriff wendete und zum Diskussionsthema aller sozialen Bewegungen der Zeit machte. Für viele wurde er dadurch zum „Vater der modernen philosophisch-politischen Idee des Anarchismus“. Für andere ist er ein „kleinbürgerlicher Vordenker“ des Faschismus, dessen antisemtischen und frauenfeindlichen Ansichten bis heute verheerende Wirkung zeige.

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Dortmund: Vortrag und Buchvorstellung von Werner Portmann

Sozialdemokratischer Anarcho-Syndikalismus, anarchosyndikalistische Sozialdemokratie?

Die Geschichte einer kurzen, verwunderlichen Allianz
[Plakat: Schwarzer Tresen: Vortrag und Buchvorstellung von Werner Portmann]

In der Deutschschweiz gab es, im Unterschied zur Westschweiz, nie eine größere revolutionär-syndikalistische oder sogar anarchistische Gewerkschaft. Trotz allem spielte der revolutionäre Syndikalismus/Anarchismus in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg bis 1928 in einigen sozialdemokratischen Gewerkschaften eine zentrale Rolle.

Diese „anarchistische Phase“ der Gewerkschaften wurde nun erstmals, anlässlich eines Jubiläums einer kleinen Zürcher Gewerkschaftssektion des öffentlichen Dienstes, aufgearbeitet und in einem Buch thematisiert. Der Autor stellt das Buch vor und beleuchtet diese Phase der Deutschschweizer ArbeiterInnenbewegung, ihr Ende und die Nachwirkungen.

Sa. 1. Dezember 2018, 19:00 Uhr
Dortmund, Langer August, Café im Vorderhaus

Witten, Fr. 26. Oktober: Schwarzer Tresen: Martin Baxmeyer: Amparo Poch y Gascón – Biographie und Erzählungen aus der spanischen Revolution

Buchvorstellung und Lesung mit Lou Marin (Verlag Graswurzelrevolution)

Amparo Poch y Gascon

Amparo Poch y Gascón (1902–1968) war eine der drei Gründerinnen der anarchistischen Frauenorganisation Mujeres Libres während der spanischen Revolution. Sie kämpfte für die freie Liebe ebenso wie für gleichen Zugang von Frauen zum Arbeitsprozess. Als Ärztin leitete sie ein Feldlazarett vor Madrid und als Mitarbeiterin von Federica Montseny im Gesundheitsministerium organisierte sie die massenhafte Evakuierung von Kindern ins Ausland. Die anarchistische Literatur vollzog in der spanischen Revolution einen „nationalistischen Schwenk“, den Amparo Poch nicht mitmachte. Sie schrieb weiterhin in ihrem herrschaftskritischen und lebensbejahenden Stil. Davon zeugen ihre ironisch-satirischen Erzählungen, die in der Zeitschrift Mujeres Libres erschienen, im Anhang dieser Biographie erstmals in deutscher Übersetzung vorliegen.

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Fr. 26. Oktober 2018, 19:00 Uhr, Witten, Trotz Allem, Wideystraße 44

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Witten: Schwarzer Tresen: Soli-Dinner for one

Romantic dinner for one (Unsplash)

Politischer Aktivismus kann es mit sich bringen, dass mensch sich unfreiwillig mit der Polizei und dem Recht auseinandersetzen muss. Da nicht jede eine juristische Ausbildung hinter sich hat und noch andere Dinge im Leben zu tun hat, ist die rechtanwältiche Hilfe erforderlich. Dass die anfallenden Kosten, sei es die der_des Rechtsanwält*in wie auch bei Verurteilung die Gerichts- und Strafkosten nicht die angeklagte Person alleine stemmen muss – wir sind ja eher so Tagelöhner und schlecht verdienende Bohéme – wird nun das erste Soli-Dinner for one organisiert. Es wird ein ein gehobeneres Gericht gekocht, welches ihr dann in solidarischer Atmosphäre genießen könnt. Um eine ungefähre Ahnung zu bekommen, meldet euch bitte über die üblichen Kommunikationsmöglichkeiten oder eben persönlich im Trotz Allem an.

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Fr. 24. August 2018, 18:30 Uhr