Archiv der Kategorie 'Gruppen'

BOCHUM/DORTMUND: Wer schützt uns vor der Polizei? – Veranstaltungen anlässlich des neuen Polizeigesetzes

Das neue Polizeigesetz: Noch mehr staatliche Kontrolle über unser Leben

Das neue Polizeigesetz in NRW ist Anlass zahlreicher Diskussionen. Es ist Thema in vielen Medien und in Düsseldorf demonstrierten 20.000 Menschen dagegen. Doch was ist eigentlich der Inhalt des Gesetzes? Warum ist der Widerstand dagegen so wichtig?
Nach dem Gesetzesentwurf erhält die Polizei eine massive Ausweitung ihrer Befugnisse. Sie kann Personen ohne Vorwurf einer Straftat bis zu einem Monat festhalten. Außerdem kann sie Menschen den Kontakt mit bestimmten Personen oder Gruppen oder den Aufenthalt an Orten verbieten. Wenn dich das betreffen sollte, heißt das im krassesten Fall, dass du deine Wohnung nicht verlassen und Anderen noch nicht mal darüber berichten darfst. Zusätzlich sollen verschiedene Überwachungmaßnahmen ausgeweitet oder ermöglicht werden, wie die verdachtslose Überwachung von Computern und Handys, Kamerabeobachtung und die Einführung der elektronischen Fußfessel.
Das Ganze ist Teil ein größeren gesellschaftlichen Entwicklung: Der Staat gesteht sich immer (noch) mehr Kontrollmöglichkeiten zu. Begründet wird dies meist mit dem Kampf gegen „den Terrorismus“. „Terrorismus“ ist dabei nicht nur eine Bezeichnung für Angriffe auf die allgemeine Bevölkerung, sondern wird vom Staat und vielen Medien auch verwendet, um Menschen zu verfolgen, die das staatliche Gewaltmonopol ablehnen oder gegen bestimmte Staatsinteressen handeln. (mehr…)

Witten: Schwarzer Tresen: „…dann machma halt a Revolution!“– Gedenken und Gedanken zur Münchner Räterepublik von 1918/19

Vortrag von Ralf G. Landmesser

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Vor bald 100 Jahren, am 2. Mai 1919, wurde der letzte Widerstand der Münchner Revolutionär*innen gebrochen, die die erste Räterepublik Deutschlands errichtet hatten – ausgerechnet in Bayern. „Freistaat“, diese Bezeichnung stammt aus der Rätezeit. Nach der Ermordung des USPD-Ministerpräsidenten Kurt Eisner durch einen jungen Offizier, einem Mitglied der faschistischen Thule-Gesellschaft, ergriffen Arbeiter- und Soldatenräte am 7. April 1919 die Macht. Führend dabei die Schriftsteller Erich Mühsam, Gustav Landauer, Ernst Toller, Ernst Niekisch, Ret Marut (d. i. B. Traven) und weitere Literaten. Sogar Rainer Maria Rilke sympathisierte. Von der geflüchteten Minderheitsregierung der Mehrheits-SPD wurden skrupellos rechtsradikale Freikorps und kriegsmäßig bewaffnete Reichstruppen gegen die Räterepublik in Marsch gesetzt, die ein barbarisches Massaker in München anrichteten. Vorne dabei auch die ersten Zellen des späteren NS-Staates, der München zu seiner „Hauptstadt der Bewegung“ machte. Das neue Münchner NS-Dokumentationszentrum an Stelle des Braunen Hauses, stellt in seiner Ausstellung diesen vernachlässigten und meist verschwiegenen Aspekt richtigerweise deutlich heraus. Die Nazi-Pest begann schon 1919 ihre ersten Opfer zu packen und mörderischen Judenhass zu verbreiten. Nach Eisner traf es am 2. Mai Gustav Landauer. Erich Mühsam, vorher gekidnappt, überlebte vorerst…

Fr. 28. September 2018, 19:00 Uhr

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Am 9.9. Anarchistisches Parkfest in Dortmund

9. September 2018
11:00 bis 19:00

„…Es ist ein Ort zum Treffen, ein Ort zum Reden, in einer Welt in der wir keine Orte haben…“
– Früchte des Zorns – unser Haus

Anonyme Städte, Anonyme Viertel, Anonyme Nachbarschaft. Wer kennt schon den Menschen, der nur getrennt durch eine Wand neben einem*einer lebt. Isoliert von einander leben wir unser und die anderen ihr Leben.

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Jeden Dienstag: Tag der Anarchistischen Gruppe Dortmund im Black Pigeon

[Zeichnung: Wildcat-Comic]

Auch wir als Anarchistische Gruppe Dortmund wollen uns in das neue Konzept des Black Pigeons einbringen.

Daher gestalten wir ab August jeden Dienstag von 17–19 Uhr im Black Pigeon nach unseren Ideen. Wir wollen wöchentlich unterschiedliche Veranstaltungen oder Aktionen machen, wie z. B. eine Diskussionsrunde, ein Spielenachmittag oder ein Liedermacher*innentag.

Darüber hinaus ist es uns wichtig, mit dem AGDO-Tag einen Anlaufpunkt zu bieten für Menschen die interessiert sind am Anarchismus und sich vielleicht auch organisieren möchten. Es gibt die Möglichkeit, unsere Gruppe oder andere Anarchistische Projekte näher kennenzulernen.

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AGDo: Erste anarchistische Wanderung in Dortmund-Scharnhorst

Wir konnten hier leider nur einen Bruchteil der Bilder von der Wanderung hochladen, die zahlreichen anderen Bilder mit spannenden Informationen findest du auf unserer Facebookseite!

Am 22.7. machten wir uns mit einer Handvoll Leuten das erste Mal zu einer anarchistischen Wanderung nach Dortmund-Scharnhorst auf. Hintergrund der 5½-stündigen Wanderung ist, dass die anarchistische Gruppe Dortmund in naher Zukunft regelmäßige öffentliche Wanderungen im Pott und Sauerland anbieten wird. In kleiner Runde unternahmen wir diesen ersten Ausflug ins Grüne, auch um mehr Erfahrungen für die künftigen öffentlichen Wanderungen zu sammeln. Die Erste steht im Übrigen schon fest! Am 26.8. unternehmen wir einen Ausflug ins beschauliche Menden (Sauerland) unter anderem zum Hexenteich, eine entsprechende Einladung folgt in der nächsten Zeit.

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AGDo: Auch dieses Jahr wieder: anarchistisches Parkfest in Dortmund!

Es ist wohl eines der erfolgreichsten und am meisten nachgefragtesten Projekte, die wir als Gruppe jemals umgesetzt haben. Letztes Jahr fanden sich den Tag über verteilt hunderte Menschen aus der Bewegung und dem Viertel auf dem anarchistischen Parkfest ein. Die breite Beteiligung der unterschiedlichsten Initiativen hatte uns damals vollkommen aus den Socken gehauen. Viele Freund*innen und Gruppen haben uns immer wieder das Jahr über gefragt, ob es eine Neuauflage des Ganzen geben wird. Jetzt ist es offiziell: Am 9.9. findet von 11–19 Uhr die zweite Auflage des anarchistischen Parkfest im Blücherpark (Dortmund, Hafenviertel) statt!

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Krefeld: Bürokratie – Dystopie – Autoritarismus. Ein Lichtspielabend

Sonntag 29. Juli ab 19:00

Brasilianisches Bürohaus
(Bild: Creative Commons 2.0 Attribution Generic License, Steve Evans from Citizen of the World)

Der Neoliberalismus ist keine Deregulierung, sondern ein staatlich gesteuertes Programm, das auf Bergen von Bestimmungen, Normen und Gesetzen aufbaut. Eine Abschaffung der Bürokratie ist nicht in Sicht, und wir können den autoritären Umbau der europäischen Gesellschaften täglich beobachten. Wohin führt das, und was sagen uns bestehende Dystopien dazu?