Archiv der Kategorie 'Gruppen'

Witten: Schwarzer Tresen: Die Zeitschrift Tsveyfl und die Anarchismen

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In postanarchistischen Zeiten ist es zur Mode geworden, Anarchismus in Paradoxien denken zu wollen und jeden objektiven Anspruch auf allgemeingültige Wahrheiten von sich zu weisen. Die subjektive Wahrheit einer jeden wird damit gleichzeitig verabsolutiert und relativiert. Aber es ist eigentlich kein neues Phänomen, welches sich durch diskurstheoretische Einflüsse breit machen würde. Die Geschichte des Anarchismus ist tatsächlich von Paradoxien geprägt (was sich aber nicht auf das Denken übertragen lässt), denn der Anarchismus leidet seit jeher an einer chronischen Unbestimmtheit. Es verhält sich daher so, dass teils populäre anarchistische Denkerinnern ihn auf eine rein subjektive Handlungsweise reduzieren, in der Mehrheit wird er aber zumindest als subjektive Haltung gefasst – nicht als System zur Analyse der Verhältnisse, was jedoch notwendig wäre um aus ihm tatsächlich utopische Aussichten zu schöpfen. Der Anarchosyndikalismus kommt durch seine starke Bezugnahme auf ökonomische, die Welt strukturierende Faktoren, dem noch am nächsten.

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Anarchismus in Dortmund Rundreise Episode 3: Kreuzviertel/Klinikviertel

Das Kreuzviertel liegt in der Dortmunder Innenstadt und gehört zum Stadtbezirk Innenstadt-West. Aufgrund der zentralen Lage, vielen Einkaufsmöglichkeiten und schönen Wohnungen in den vielen Altbauten ist das Viertel ein sehr begehrter Wohnraum, der allerdings wegen der relativ hohen Mieten vor allem von Beamten, leitenden Angestellten, Selbstständigen und anderen eher bürgerlichen Menschen bewohnt wird. Das Milieu ist akademisch-studentisch geprägt, bei Wahlen werden vor allem die Grünen gewählt. Es bietet außerdem ein diverses Kultur- und Nachtleben, was das Kreuzviertel zu einem beliebten Szeneviertel macht.

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Dortmund: Vortrag: Nihilismus, Existentialismus und Sozialismus im Kontext

Nihilismus, Existentialismus und Sozialismus – drei philosophische Strömungen, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert haben. Wie haben sie sich im Verhältnis zueinander entwickelt? Wo reiben sie sich aneinander, wo ergänzen und begründen sie einander? Welche Rolle räumen sie jeweils der Utopie und der Freiheit ein? Wie hat die gemeinsame Entwicklung dieser Denkformen das moderne anarchistische Denken geprägt, wie können sie es heute noch bereichern? Bringen wir ein wenig Licht in das Dunkel der Begriffe.

Philosophiehistorische Schlaglichter von Alex E. Wolf

Am 30.05. ab 19 Uhr im Anarchistischen Buch- und Kulturzentrum Black Pigeon, Scharnhorststr. 50.

Audio: Interview mit der anarchistischen Jugend Siegen zu ihrer Hausbesetzung am 10.03.18.

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Das war der anarchistische 1. Mai 2018 in Dortmund

Wir haben 2 Videos zu den Ereignissen produziert, ihr könnt sie hier finden: Schwarz-Roter Block auf der DGB Demo und anarchistische 1. Mai Demo

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Witten: lesezirkel V – lesung mit live-musik von und mit neo c.

wir freuen uns sehr, dass uns neo c. beim fünften „li(e)beration lesezirkel“ im the curly cow in witten besucht, um aus seinen gedichten vorzulesen und das ganze musikalisch zu untermalen.

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Bochum: Radikale Bildungskurse Sommersemester 2018

Warum radikale Bildungskurse?

Wir wollen eine vollkommen andere Welt schaffen, in der jede*r über sich selbst bestimmt: Dafür braucht es aber bestimmtes Wissen und die Fähigkeit, sich dieses ohne Zwang anzueignen. Staatliche und kapitalistische Schulen, Universitäten und Ausbildungsstellen trainieren uns diese durch ihre Hierarchien, Vorgaben, Prüfungen und Noten ab. Anstatt dass wir ein Angebot erhalten aus dem wir frei wählen, geben uns Autoritäten wie das Bildungsministerium, Lehrer*innen und Dozent*innen vor, was wir lernen sollen.
Das hat auch die Funktion zu kontrollieren was wir lernen, so sind viele freiheitliche Inhalte wie z.B. Revolutionen und andere Erfolge der Geschichte in Vergessenheit geraten. Wenn wir aber eine Welt ohne Kapitalismus, Staat, Patriarchat und jede andere Herrschaftsform anstreben, müssen wir aus der Geschichte lernen und uns ganz praktisch die Fähigkeiten aneignen, die uns selbst über unsere Leben bestimmen lassen. Deshalb organisieren wir dieses Sommersemester Kurse zum selbstbestimmten Lernen. Diese sind offen für alle Menschen, ob sie an der Ruhr-Uni studieren oder nicht. Ein Auflistung der Kurse findet sich im Nachfolgenden. Falls euch ein Thema fehlt und ihr mithelfen wollt, etwas zu organisieren, dann meldet euch bei uns.

Lasst uns mit neugierigen Lernen beginnen und die Welt radikal umgestalten!

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