Archiv der Kategorie 'Theorie'

Lesekreis der Anarchistischen Gruppe Krefeld am 16.01.2017

Unser Lesekreis ist offen für jeden und jede, die mitmachen wollen. Wir lesen, diskutieren und denken über Literatur, Texte, Poesie, Pamphlete und den bösen Nietzsche nach, sprechen über Queerfeminismus, Anarchismus, Erotik, Philosophie, Soziologie, Etymologie, Psychologie und Geschichte. Lass uns über Begriffe und Vorstellungen reden, Ideen entwickeln und darüber streiten ob das auch wichtig ist.
Jeder und Jede ist eingeladen am regelmäßig jede 14Tage stattfindenen philosophischen Anarchisistischen Lesekeis teilzunehmen. Der nächste ist am 16.01.2017 um 19.30 Uhr im 35Blumen.
Bringt gerne eure Literatur und andere Medien mit!

Workshop: Verschiedene Wege zur Anarchie? – Ein Überblick zu einigen anarchistischen Strömungen

Unsere Gesellschaft befindet sich im Zustand der “Dauerkrise” und doch ist die anarchistische Szene gespaltener denn je. Wird die Forderung nach einem gemeinsamen Handlungskonzept immer wichtiger? Oder liegt gerade in der Vielfalt der Vorstellungen die stärke des Anarchismus?
(mehr…)

Schwarze Tresen in Bochum, Essen und Witten + Organisierungstreffen in Essen!

  • 28.10.2016, 19.00 Uhr, Soziales Zentrum, Bochum: Commons: Wirtschaften neu denken
  • Ausgehend von der Geschichte der Gemeingüter (Allmende) wird in dem Vortrag ein Übergang von der kapitalistischen Warenwirtschaft zu einer bereits heute möglichen freien Gesellschaft beschrieben. Die Überwindung der vorherrschenden (Re-)Produktionsweise ist nicht nur denkbar, sondern auch dringend nötig,
    da die profitorientierte Wachstumslogik dabei ist, die natürlichen Grundlagen unseres Planeten und ihrer Bewohner*innen auszuplündern und zu zerstören.

    Ausgrenzung und Besitzdenken können schrittweise abgelöst werden durch eine neue soziale Produktionsweise: das Commoning eine soziale Beitragswirtschaft als Gemeinschaftsprojekt von freien und gleichen Menschen (commons based peer-production). Als Vorbilder für eine dezentral vernetzte, kooperative Selbstorganisation werden dabei Freie Software, CreativeCommons, Repair-Cafes und Offene Werkstätten genannt. Das bevorzugte Kommunikationsmodell dafür ist die Stigmergie, also ein indirektes Koordinieren von komplexen Netzwerken freiwilliger Selbstorganisation durch das Aufzeigen von Pfaden zu unerfüllten Bedürfnissen.

    Literatur: http://www.keimform.de
    (mehr…)

    12.09.: Offener Lesekreis in Krefeld

    Lesen und Diskutieren am Montag den 12.9. im 35Blumen:
    Am kommenden Montag ist offener Lesekreis der Anarchistischen Gruppe Krefeld. Gelesen werden meistens kurze Texte, eigentlich egal ob Essays, politische Schriften, Sachbuchartikel, Gedichte, … über die wir (natürlich auch politisch, gesellschaftskritisch, utopisch, etwas philosophisch) diskutieren können. Wir lesen mitlerweile lieber mehrere kurze Texte, die alle mitbringen können, so dass es keine (trockene oder anstrengende) Leserunde wird, sondern Diskussion und Austausch im Vordergrund stehen und alle sich besser beteiligen können.
    Das ganze findet statt ab 19:30 Uhr im „fünfunddreißigBLUMEN“ auf der Blumenstraße 35 in Krefeld.

    Antiautoritärer Aufruf zur Frauen*kampfdemo am 12.03. in Köln

    Schwarz-Lila

    Aufruf zum bunten, antiautoritären Block, am 12.03.2016 in Köln, anlässlich des globalen Frauen*tages

    Wir schreiben das Jahr 2016 und finden uns in einer autoritären Gesellschaft wieder, in der die Schlagworte “Solidarität” und “Selbstbestimmung” kaum im alltäglichen Leben vorkommen. Sie erscheinen nur versteckt und abgewandelt in hohlen Phrasen und sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt werden.
    Umso mehr lassen sich überall sexistische, rassistische und patriarchale Strukturen erkennen, die verschiedene, miteinander verknüpfte und sich überschneidende Unterdrückungsmechanismen darstellen – auch in dem von uns gelebten Alltag. Dies schränkt die Freiheit und Entfaltung des einzelnen Individuums ein und trägt dazu bei, Herrschaftsstrukturen zu festigen.

    (mehr…)

    29.01. Schwarzer Tresen in Witten: Vortrag über die NATO

    Staaten schlagen und vertragen sich, und der Zusammenschluss mehrerer zu einem Militärbündnis spiegelt beides wieder. Die NATO, das nordatlantische Verteidigungsbündnis, entstand unter einer anderen Gemengelage als der heutigen. Zunächst als gemeinsame Verteidigung gegen ein sich postnazistisch möglicherweise wieder gegen seine Nachbarn erhebendes Deutschland gegründet, war die NATO bald schon nicht mehr wiederzuerkennen. Ihre neue Rolle als Bündnis gegen den Ostblock brachte eine schnelle Mitgliedschaft Deutschlands mit sich, das nun in den gemeinsamen westlichen Machtblock militärisch integriert wurde.
    Doch welchen Sinn hat die NATO heute, nach dem Nierdergang der UdSSR? Kann überhaupt von einem westlichen Block mit einheitlichen Interessen gesprochen werden, der mit Hilfe der NATO militärisch abgesichert ist? Immer wiederkehrende Konflikte zwischen gerade deutscher und USamerikanischer Geopolitik treten auch im Bündnis zutage. Und was taugt dieses Bündnis im Kampf gegen den Jihadismus, der sich nicht an Staatsgrenzen orientiert?
    Die PR der NATO-Staaten bleibt militaristisch. Antworten auf unsere Fragen können wir von ihr nicht erwarten. Und auch wenn sich die Form und Bewerbung des Militarismus wandelt, bleibt er dem Staat eingeschrieben. Wir wollen aufzeigen, dass Militarismus und Großmachtstreben den Staaten auch heute nicht abzutrennen sind. Als Anarchist*innen sind wir überzeugt, dass Antimilitarismus am Ende wirkungslos bleibt, wenn bloß an Regierungen appeliert wird.

    29.01.2016 ab 19Uhr im Trotz Allem in Witten – Augustastraße 58

    Bochum, Veranstaltung: Von Hoyerswerda bis Heidenau – Comeback der 90er?

    Wir leben in beängstigenden Zeiten. Faschistische Parteien und Bewegungen ziehen Tausende an. Unterkünfte von Geflüchteten werden angezündet, Nazis randalieren in Innenstädten und alternativen Stadtteilen. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis es wieder Tote gibt. Die Liste der Ermordeten ist lang, seit 1990 hat es in Deutschland hunderte Tote durch faschistischen Terror gegeben. Terror der von staatlichen Stellen geduldet und teilweise unterstützt wird.
    Wenn der Verfassungsschutz Ermittlungen gegen rechte Terrorzellen sabotiert, Nazis trotz Haftbefehle frei herumlaufen können, Polizist*innen ihren Demos den Weg frei knüppeln zeigt sich eines: Der Staat ist beim Widerstand gegen Nazis bestenfalls ein lästige Behinderung, oft jedoch ein gefährlicher Gegner.
    (mehr…)