Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr http://afrheinruhr.blogsport.de Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr Sun, 19 Nov 2017 19:06:08 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Mülheim: Schwarzer Tresen: 23.11.17 Anarchosyndikalismus in Mühlheim von 1914–1945 http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/19/muelheim-schwarzer-tresen-23-11-17-anarchosyndikalismus-in-muehlheim-von-19141945/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/19/muelheim-schwarzer-tresen-23-11-17-anarchosyndikalismus-in-muehlheim-von-19141945/#comments Sun, 19 Nov 2017 19:06:08 +0000 Administrator Ankündigungen Theorie http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/19/muelheim-schwarzer-tresen-23-11-17-anarchosyndikalismus-in-muehlheim-von-19141945/ Faud congress

Heute ist fast vergessen, dass Mülheim an der Ruhr von 1918–1923 eines der Zentren der anarchosyndikalistischen Bewegung in Deutschland war. Die Freie Arbeiter Union Deutschlands (FAUD) hatte auf ihrem Höhepunkt ca. 8000 Mitglieder und war die dominierende Arbeiterorganisation in der Stadt. Durch staatliche Repression und Massenentlassungen verlor die FAUD nach 1923 den größten Teil ihrer Mitglieder und Ende der Weimarer Republik gehörten ihr nur noch wenige Mitglieder an. Aber ihr Einfluss reichte bis in die Nachkriegszeit. Wenn die Antifa-Bewegung in Mühlheim “syndikalistische Züge” trug, wie der Historiker Peter Brandt schrieb, hing dies mit der Vergangenheit ihrer führenden Aktivisten zusammen. Neben dem 1. Vorsitzenden des DGB, Heinrich Melzer, gehörten auch der 2. Vorsitzende und spätere Landtagsabgeordnete der SPD, Heinrich Bruckhoff sowie der Betriebsratsvorsitzende von Thyssen, vor 1933 zu den führenden Anarchosyndikalisten Mühlheims.

Termin: Donnerstag am 23.11.17 im AZ Mülheim

Theke: 19:00 Uhr

Vortrag: 19:30 Uhr

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/19/muelheim-schwarzer-tresen-23-11-17-anarchosyndikalismus-in-muehlheim-von-19141945/feed/
Köln, A²F: Aktionswochen gegen Antisemitismus http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/17/koeln-af-aktionswochen-gegen-antisemitismus/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/17/koeln-af-aktionswochen-gegen-antisemitismus/#comments Fri, 17 Nov 2017 12:39:56 +0000 Administrator Ankündigungen Theorie Gruppen AKK http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/17/koeln-af-aktionswochen-gegen-antisemitismus/

Als 2.Teil unserer Vortragsreihe mit about:fem nehmen wir an den Aktionswochen gegen Antisemitismus teil und möchten auf leicht verständlichem Niveau in die Thematik einführen sowie Lücken im Diskurs füllen. Still loving critique! Eine Liste der Termine findet ihr unten. Darüber hinaus werden wir z.B. die Verbindung von Antisemitismus und patriarchalen Körperbildern im Themenblock Feminismus Anfang 2018 behandeln.Wir bedanken uns herzlich bei unseren Kooperationspartnx dem AStA der Uni Köln, dem Bündnis gegen Antisemitismus Köln, sowie SJ – Die Falken Köln.

Eine Liste unserer Veranstaltungen mit Beschreibungstext gibts hier:

Vom Antijudaismus zum sekundären Antisemitismus
in Kooperation mit SJ – Die Falken Köln
30.11. – 19h // Bottmühle, Severinswall 32

Aus einer historischen Perspektive soll die Entwicklung des Antisemitismus und seiner Ausformungen vermittelt werden. Dazu gehören Antijudaismus, sekundärer Antisemitismus sowie Formen des Antizionismus. Dabei geht es um die Klärung von Grundbegriffen und den Wandel der diskriminierenden Ideologie. Ebenfalls soll flexibel auf die Fragen und Interessensschwerpunkte der Teilnehmer*innen eingegangen werden um sie auf die restliche Veranstaltungsreihe vorzubereiten.

Let’s talk about the War – Zum Konflikt von Queer-Feminismus und Marxscher Antisemitismuskritik
Vortrag und Diskussion mit Felix Kronau
01.12. – 19h // Ludolf-Camphausen-Str.36

Verstehen wir das Versprechen einer Einheit in Nation und Volk – die Herkunft des Antisemitismus – sowohl als reaktionäre Abwehr kapitalistischer Gesellschaftsverhältnisse, als auch als Begehren formierendes Prinzip; eine Unvereinbarkeit von Antisemitismus-Kritik und Feminismus schiene absurd. Dennoch scheint es, da wo sich diese beiden Thematiken begegnen, gegenwärtig vor allem zu Konflikten zu kommen.

Auf der einen Seite stehen die Beobachtung eines ‚Rollbacks‘ hinsichtlich sogenannter Israelkritik und ggf. der Wunsch nach einem ‚guten altem Queer-Feminismus‘ ohne Debatten über Privilegien und Standpunkte. Gerade letzteres scheint sich aber allzu oft mit einer Sorge darüber zu mischen, was passierte, würde eine Kritik sexistischer Verhältnisse und Praktiken zu sehr zugespitzt. Auf der anderen Seite steht der Ansatz eines Versuchs, alle Formen von Unterdrückung als verbunden zu denken, der jedoch dabei zu scheitern schein der Spezifik des Antisemitismus Rechnung zu tragen. Es folgt eine Entsolidarisierung bei welcher Jüd*innen, mit jenen Formen der Herrschaft die es zu überwinden gelte, identifiziert werden.

Doch ist dieser Konflikt mit solch einer polarisierenden Gegenüberstellung ausgeschöpft und wie steht es um die Möglichkeit einer Queer-feministischen Kritik des Antisemitismus?

„Antisemit, das geht nicht unter Menschen!“
Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel, Vortrag und Diskussion mit Jürgen Mümken
02.12. – 19h // AZ Köln, Luxemburger Str.93

Zum Thema „Antisemitismus in der Linken“ wurde so viel geschrieben, dass man meinen könnte, es wäre alles gesagt. Gleichwohl bestehen nach wie vor große Forschungslücken, zum Beispiel zur Haltung der anarchistischen Bewegung. Mit „Antisemit, das geht nicht unter Menschen“. Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel legen Jürgen Mümken und Siegbert Wolf eine Textsammlung vor, um die ausstehende Debatte zu dieser Frage anzustoßen.

Die Herausgeber des vorliegenden Bandes sind zutiefst davon überzeugt, dass eine freiheitliche, sozial gerechte Gesellschaft nur dann erreicht werden kann, wenn zuvor auch eine der ältesten Gruppenfeinschaften der Menschheitsgeschichte, der Antisemitismus, der im letzten Jahrhundert durch den deutschen Nationalsozialismus zum schlimmsten Menschenverbrechen der Geschichte geführt hat, in den Köpfen und Herzen aller Menschen dauerhaft beseitigt wird.

Vor allem für radikale, gesellschaftsverändernde Bewegungen wie der anarchistischen ist eine intensiv, anhaltende Auseinandersetzung mit gesellschaftlich produzierten Vorurteilen wie Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Antiziganismus Grundlage dafür, diese Ressentiments im eigenen Denken und Fühlen und ebenso im öffentlichen, alltäglichen Handeln grundlegend zu überwinden.

Antisemitische Haltungen in historischer Frauenbewegung und aktuellem Feminismus
Ein Workshop von about:fem
04.12. – 18h30 // Café Fatsch, Josephkirchstr. 25

Anhand von theoretischen Inputs der Referentin und diversen Medienausschnitten soll leicht verständlich vermittelt werden, welche antisemitischen Motive in der historischen Frauenbewegung, sowie in aktuellen Feminismen zu finden sind. Verschiedene antisemitische Bilder des Feminisimus können dabei repräsentativ für antisemitische Haltungen allgemein betrachtet werden. Dazu kommt jedoch eine spezifisch antipatriarchale Argumentationsweise. Diskriminierende Haltungen im Feminismus müssen entlarvt und konfrontiert werden, damit dieser seiner intersektionalen Verantwortung gerecht werden kann. Bezogen wird sich unter anderem auf die (mangelnde) Aufarbeitung des NS-Regimes in der deutschen Frauenbewegung nach 1945, auf Antijudaismus in der feministischen Religionskritik sowie aktuelle Debatten über die Unterstützung der BDS-Kampagne durch Feministinnen wie Judith Butler oder Laurie Penny.

„Wie Lämmer zur Schlachtbank?“
Jüdischer Widerstand gegen den NS, Vortrag und Diskussion mit Michael Fehrin (Antirassistisches Bildungsforum Rheinland)
06.12. – 19h // AZ Köln, Luxemburger Str.93

„Sie haben sich wie Lämmer zur Schlachtbank treiben lassen!“: So oder ähnlich konnte man es an deutschen Stammtischen viele Jahrzehnte lang hören. Eine perfide These, die insbesondere den jüdischen Opfern der NS-Vernichtungsmaschinerie Passivität angesichts des Todes, wenn nicht sogar eine Mitschuld an ihrem Schicksal unterstellt. Ganz im Gegenteil haben sich jüdische Menschen, wenn es irgendwie möglich war, gegen den NS-Terror gewehrt. Der Vortrag bietet einen Überblick über den jüdischen Widerstand: Von mutigen Einzelkämpfer_innen, organisierten Widerstandsgruppen, kompletten Militäreinheiten und Partisan_innenverbänden bis hin zu Aufständen in Konzentrations- und Vernichtungslagern wird die Bandbreite des jüdischen Antifaschismus vorgestellt. Zudem wird die Frage erörtert, was eigentlich Widerstand während des NS-Regimes bedeutete und welche realen Spielräume für Nazi-Gegner_innen vorhanden waren.

Das Antirassistische Bildungsforum Rheinland (ABR) ist ein im Jahr 2000 gegründeter Verein, der politische Bildungsarbeit organisiert und koordiniert. Das Schwerpunkthema ist die fortschreitende Rechtsentwicklung in Politik und Gesellschaft. Das ABR kooperiert u.a. mit dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus der Hochschule Düsseldorf, dem Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (apabiz), der LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen sowie den Mobilen Beratungen gegen Rechtsextremismus in NRW. Es verfügt über einen Pool an Referent/inn/en, die in verschiedenen Berufsfeldern mit den Themen Rassismus, Antisemitismus, extreme Rechte, Jugendkulturen und Zeitgeschichte beschäftigt sind.

Israelsolidarität als Strategie der extremen Rechten
Vortrag und Diskussion mit Dennis Pesch – Journalist aus Düsseldorf, in Kooperation mit dem Bündnis gegen Antisemitismus Köln
12.12. – 19h // AZ Köln, Luxemburger Str.93

„Israel ist unsere Zukunft […]“ sagte Marcus Pretzell, AfD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Nordrhein-Westfalen, Germany, als er am 21. Januar 2017 in Koblenz bei der Konferenz der ENF-Fraktion (Europa der Nationen und der Freiheit) des Europa-Parlaments die Eröffnungsrede hielt. Diese Aussage löste eine Debatte über das Verhältnis von extrem rechten Parteien zum jüdischen Staat aus, inner- und außerhalb der Alternative für Deutschland. Oft wurde dieser Satz isoliert betrachtet, obwohl es wichtig ist ihn zu Ende zu bringen: „Israel ist unsere Zukunft in der Form wie man mit dem Islam umgeht“. Hier wird das strategtische Moment der Aussage deutlich. Die extreme Rechte ist seit ihrem Bestehen antisemitisch, aus ihr ging das größte Verbrechen der Menschheit hervor: Der Holocaust (Die Shoa). Seit vielen Jahren vollziehen Teile der extremen Rechten nun einen strategischen Wandel. Eine unglaubwürdige Abgrenzung von Antisemitismus um sich in der politischen Mitte zu etablieren und nicht als extrem rechts zu gelten. Der Vortrag liefert einen geschichtlichen Überblick zum Verhältnis von extrem rechten Parteien und Organisationen zu Jüd*innen und zum jüdischen Staat, warum sich Teile der europäischen extremen Rechten heute als israelsolidarisch labeln, welche Strategie hinter diesem Vorhaben steht und welche Auswirkungen das auf den Aufstieg des europäischen Rechtspopulismus hat.

Referent: Dennis Pesch – Journalist aus Düsseldorf und schreibt für die akduell – Studentische Zeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet im Ruhrgebiet, die Jungle World und den Sechel Blog. Dort schreibt er über Politik, soziale Bewegungen, (Anti-)Diskriminierung, Antisemitismus, die extreme Rechte und Fankultur.

„Die wilden Schafe“
Werner Portman über jüdisches Leben und jüdischen Anarchismus im 20. Jahrhundert
16.12. – 19h // Ludolf-Camphausen-Str. 36

Das Buch „Die wilden Schafe“ erinnert an zwei fast vergessene radikale jüdische Aktivisten und Theoretiker: Siegfried und Max Nacht, die sich später Stephen Naft und Max Nomad nannten, gehören in der Geschichte der europäischen und amerikanisch/jüdischen ArbeiterInnenbewegung – und nicht nur dort – zu den interessantesten Figuren. Ihre Texte, teilweise unter Pseudonym geschrieben, sind Bestandteil eines gesellschaftskritischen Diskurses geblieben, der sich gegen jede Art von Totalitarismus wendet. Das Buch ist ein erstmaliger Versuch, die Biographien von Max Nomad und Siegfried Nacht nachzuzeichnen. Es untersucht ihre Lebenswege, die von Buczacz, einem ostgalizischen Schtetl über Zürich, Paris und London nach New York führten und zeigt ihren praktischen und theoretischen Einfluss auf verschiedene Bewegungen. Dabei wird dokumentiert, wie Siegfried Nacht im deutschen Sprachraum einen wesentlichen Beitrag leistete zur Bekanntmachung und Verbreitung des Syndikalismus, inspiriert von der spanischen und französischen syndikalistischen ArbeiterInnenbewegung. Ebenso wird die damit verbundene antimilitaristische Propaganda in verschiedenen Ländern untersucht.

Werner Portmann, geb. 1958, Publizist, lebt in Zürich. Etliche Publikationen zur ArbeiterInnenbewegung und Filmgeschichte, u.a. Texte zu Carl Einstein, Oskar Maria Graf, Luigi Luccheni und Heiner Koechlin.

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/17/koeln-af-aktionswochen-gegen-antisemitismus/feed/
Krefeld: Schön wärs! Konkrete Utopien – Konstruktionen gesellschaftlicher Möglichkeiten http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/16/krefeld-schoen-waers-konkrete-utopien-konstruktionen-gesellschaftlicher-moeglichkeiten/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/16/krefeld-schoen-waers-konkrete-utopien-konstruktionen-gesellschaftlicher-moeglichkeiten/#comments Thu, 16 Nov 2017 11:46:53 +0000 Administrator Ankündigungen Gruppen AGKr http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/16/krefeld-schoen-waers-konkrete-utopien-konstruktionen-gesellschaftlicher-moeglichkeiten/

Sonntag 19. November 2017
ab 16:00 im H5

Anders als privatem Begehren wird Gesellschaftsvisionen häufig mit resigniertem Argwohn begegnet. Jedoch stand vor jeder gesellschaftlichen Veränderung, die wir heute als grundlegend für ein friedliches und freies Miteinander betrachten, zunächst eine unerreichbar scheinende Utopie. Der Vortrag wird zunächst einige historische Utopien veranschaulichen, daraufhin darlegen, warum Utopien heute überholt wirken und sich zum Schluss mit der Frage auseinander setzen, inwiefern konkrete Utopien wieder eine bessere Zukunft einläuten könnten.

Präsentiert durch AG Krefeld und Association début d‘histoire.

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/16/krefeld-schoen-waers-konkrete-utopien-konstruktionen-gesellschaftlicher-moeglichkeiten/feed/
Make Amazon Pay Kampagne in Dortmund – Veranstaltung, Infotisch und mehr http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/15/make-amazon-pay-kampagne-in-dortmund-veranstaltung-infotisch-und-mehr/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/15/make-amazon-pay-kampagne-in-dortmund-veranstaltung-infotisch-und-mehr/#comments Wed, 15 Nov 2017 19:04:31 +0000 Administrator Aktionen Ankündigungen Gruppen AGDo http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/15/make-amazon-pay-kampagne-in-dortmund-veranstaltung-infotisch-und-mehr/

„Seit fast vier Jahren kämpfen Beschäftige bei Amazon für die Anerkennung ihrer Forderungen gegenüber der Unternehmensleitung. Längst geht es dabei nicht mehr nur um wenige Euro mehr Lohn, die ein Tarifvertrag absichern würde, sondern um krankmachende Arbeitsbedingungen, entwürdigende Kontrolle und die Respektlosigkeit des Managements.

Mit einer Aktionswoche rund um den Black Friday am 24.11.17 (Amazons internationalem Schnäppchen-Tag) wollen wir die kämpfenden Belegschaften unterstützen. Am Black Friday wollen wir die Wirkung vorweihnachtlicher Streiks durch die Blockade eines Amazon-Standorts verstärken. Das Innenstadt-Verteilzentrum im Berliner Kudamm-Karree garantiert eine Zustellung der dort lagernden Produkte innerhalb von zwei Stunden (für Prime-Kund*innen sogar innerhalb einer Stunde). Eine in den engen Seitenstraßen durchaus angreifbare Garantie! Solidarische Amazon-Kund*innen schicken in dieser Woche vermehrt (versandkostenfreie) Bestellungen ab und wieder zurück und legen den Retouren solidarische Botschaften an die Belegschaft bei. Weitere solidarische Aktivitäten sind zu erwarten.„

Auch in Dortmund beteiligen sich einige Gruppen und Einzelpersonen an der „Make Amazon Pay“-Aktionswoche. Am 14.11. gibt es ab 19.00 Uhr im Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, eine erste Informationsveranstaltung und Buchvorstellung, zu der in den letzten Tagen bereits eingeladen wurde. In zahlreichen U-Bahnen in Dortmund wurden Hängeflyer an die Haltegriffe angebracht und am Montag, den 13.11., haben wir gemeinsam mit Aktivist*innen von Glitzer&Krawall und der Freien Arbeiter*innen Union östliches Ruhrgebiet, einen unangemeldeten Infotisch vor dem neuen Amazon-Logistik-Standort in der Nähe des Borsigplatzes aufgebaut.

Pünktlich zum Schichtwechsel luden wir zu Kaffee und Kuchen ein, um dabei die Aktionswoche und Infoveranstaltung am 14.11. zu bewerben. Darüber hinaus stellten wir auch zahlreiche Informationen zur Verfügung für eine gewerkschaftliche Organisierung in der FAU. Ziel ist es, den neuen Amazon-Arbeiter*innen von Anfang an als Anlaufstelle bei Problemen bekannt zu sein und auch generell einen Eindruck von der Situation vor Ort zu gewinnen. Der Infotisch stieß auf großes Interesse und konnte ungestört von z.B. Störung von einem Sicherheitsdienst von statten gehen. Viele der Arbeiter*innen waren gestresst und deshalb kurz angebunden, es gab dennoch auch zahlreiche solidarische positive Rückmeldungen, aber auch einzelne positive Äußerungen Amazon gegenüber. Wie erwartet stießen wir viel auf Arbeiter*innen, die erst seit kurzer Zeit bei Amazon arbeiten, oder sogar ihren ersten Arbeitstag bei Amazon hatten. Aber auch solche, die erst kurz bei Amazon beschäftigt sind, zeigten sich häufig erfreut über die Aktion, was uns eher überraschte.

Nach anderthalb Stunden, nachdem der Schichtwechsel vollzogen war, bauten wir unseren Tisch ab und hinterließen noch an zahlreichen Autos, sowie an einem Zaun weitere Hängeflyer. Die stattgefundenen Aktivitäten sind für uns der Startpunkt der Kampagne zu „Make Amazon Pay“ in Dortmund und wir hoffen auf eine gut besuchte Veranstaltung am 14.11., kommt rum!

Text von einigen Menschen aus der Anarchistischen Gruppe Dortmund

Mehr Infos zur Kampagne: https://makeamazonpay.org/

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/15/make-amazon-pay-kampagne-in-dortmund-veranstaltung-infotisch-und-mehr/feed/
Düsseldorf: Die gefährlichste Frau Amerikas: Emma Goldman http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/10/duesseldorf-die-gefaehrlichste-frau-amerikas-emma-goldman/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/10/duesseldorf-die-gefaehrlichste-frau-amerikas-emma-goldman/#comments Fri, 10 Nov 2017 13:38:32 +0000 Administrator Ankündigungen Theorie http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/10/duesseldorf-die-gefaehrlichste-frau-amerikas-emma-goldman/

Dienstag, 21. November 19:00 – 22:00, zakk Düsseldorf, Fichtenstr. 40, 40233 Düsseldorf

Vor 75 Jahren, am 14. Mai 1940, starb Emma Goldman und hinterließ ihren einmaligen Reichtum an gelebter Erfahrung und Theorie. Nicht bloß als Zuschauerin, sondern als scharfe Beobachterin und kämpferische Anarchistin bewegte Goldman sich in einer Zeit, als Europa, Asien und Amerika von Wellen der Revolution und Reaktion erschüttert wurden. Ihr Leben zwischen diesen Zentren war immer wieder eines auf der Flucht: vor antisemitischen Pogromen, vor politischer Verfolgung und staatlichem Terror. Die Erfahrungen in den Kämpfen der US-Amerikanischen TextilarbeiterInnen brachten Goldman zu ihren Vorstellungen vom freiheitlichen Sozialismus, und entsprechend wurde sie zur bekannten Aktivistin und Agitatorin der ArbeiterInnenbewegung. Dies brachte ihr sowohl eine große Anhängerschaft als auch Repression ein, was zu mehreren Gefängnisaufenthalten führte. Später verlagerte Goldman ihren Schwerpunkt auf andere Kampffelder. Ihre Positionen zu Militarismus, Nationalismus, Religion, Feminismus und Familie sind bis heute herausfordernd und eigenständig. Befreiende Momente suchte sie nicht in Parteien und auch nicht in der Masse, sondern im kreativen Potential, das erst noch von den gemeinschaftlich handelnden Individuen zu erschaffen ist.

Ihre provozierenden Thesen werden vorgestellt, im Zusammenhang mit Goldmans Biographie. Denn ihr Leben folgte dem von ihr selbst formulierten Grundsatz, „dass die Wahrheit, wenn sie einmal erkannt wurde, auch gelebt werden muss und ihr Wesen nicht nur theoretisiert werden darf“

Eine Vortrag der Anarchistischen Föderation RheinRuhr (AFRR) organisiert von BARRIKADA und APK
http://afrheinruhr.blogsport.de/
https://barrikada.de/
https://apkddorf.blackblogs.org/
https://www.facebook.com/Anarchistisches-Projektkollektiv-862008753948012/

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/11/10/duesseldorf-die-gefaehrlichste-frau-amerikas-emma-goldman/feed/
Köln: Kneipe und Solidaritätswaffeln http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/29/koeln-kneipe-und-solidaritaetswaffeln/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/29/koeln-kneipe-und-solidaritaetswaffeln/#comments Sun, 29 Oct 2017 11:19:22 +0000 Administrator Ankündigungen Gruppen AKK http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/29/koeln-kneipe-und-solidaritaetswaffeln/

Am 03.11 den Freitag machen wir um 19 Uhr wieder eine Kneipe im AZ Köln, Luxemburger Str. 93. Es wird Waffeln, Getränke und etwas kleines zu essen geben. Die Spenden werden an Menschen gehen, die momentan stark von Repressionen betroffen sind.

Wir freuen uns über zahlreiches erscheinen und haben wieder große Lust uns mit euch auszutauschen, mit lieben Menschen einen schönen Abend zu verbringen und ein bisschen guter Musik zu lauschen.

Die stärkste Waffel ist die Solidarität!

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/29/koeln-kneipe-und-solidaritaetswaffeln/feed/
Dortmund: Anarchistisches Kennenlerntreffen: Demokratischer Konföderalismus in Rojava (Nordsyrien) – Ein Projekt der Befreiung? http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/23/dortmund-anarchistisches-kennenlerntreffen-demokratischer-konfoederalismus-in-rojava-nordsyrien-ein-projekt-der-befreiung/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/23/dortmund-anarchistisches-kennenlerntreffen-demokratischer-konfoederalismus-in-rojava-nordsyrien-ein-projekt-der-befreiung/#comments Mon, 23 Oct 2017 13:54:41 +0000 Administrator Ankündigungen Gruppen AGDo http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/23/dortmund-anarchistisches-kennenlerntreffen-demokratischer-konfoederalismus-in-rojava-nordsyrien-ein-projekt-der-befreiung/ [Foto: YPG-Kämpferin liest]

Sonntag 12.11. ab 15.00 Uhr im Black Pigeon (Scharnhorststraße 50, 44147 Dortmund)!

Durch ihre dramatische Verteidigung der Stadt Kobane gegen die Mörderbanden des „Islamischen Staats“ im Herbst 2014 ist die kurdische Selbstverwaltung im Norden Syriens schlagartig in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. Seither ist eine breite internationale Solidaritätsbewegung mit Rojava – so heißt Syrisch-Kurdistan auf Kurdisch – entstanden, die von unterschiedlichen linken, sozialistischen und anarchistischen Kräften getragen wird.

Für viele ist dabei die Sache der syrischen Kurd*innen mehr als ein antifaschistischer Abwehrkampf – die in Rojava begonnenen gesellschaftlichen Veränderungen gelten ihnen als Beginn einer sozialen Revolution. Das vom PKK-Führer Abdullah Öcalan entwickelte Konzept eines „demokratischen Konföderalismus“, an dessen Umsetzung in Rojava gearbeitet wird, sehen sie als Modell für eine herrschaftsfreie Gesellschaft. Die Einrichtung basisdemokratischer Räte, das Aufbrechen patriarchaler Strukturen, das Bemühen um eine solidarische und ökologische Ökonomie werden als Aspekte dieses Befreiungsprozesses genannt.

Andere sehen die Entwicklung in Nordsyrien skeptischer und können dort keinen Bruch mit den weltweiten kapitalistischen Verhältnissen erkennen. Sie sind der Meinung, dass in Rojava weder eine echte Volksrevolution noch eine Umwälzung der Eigentumsverhältnisse stattgefunden hat. In ihre Augen handelt es sich eher um ein durch die YPG, dem syrischen Ableger der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, „von oben“ initiiertes Gesellschaftsprojekt, bei dem diese Partei – aller basisdemokratischen Rhetorik zum Trotz – in Wirklichkeit nach wie vor die Macht in den Händen hält.

Nach einem kurzen Einführungsvortrag werden wir an dem Nachmittag über die Einschätzung der Geschehnisse in Rojava diskutieren. Zur Vorbereitung kann der Text „Das Experiment Rojava“ von Zaher Baher gelesen werden.

Facebook-Veranstaltung


Die Anarchistische Gruppe Dortmund lädt zur Diskussion und zum Kennenlernen ein!

An jedem der Nachmittage wollen wir über ein kontroverses Thema diskutieren, zu dem es einen kurzen Einführungsvortrag geben wird. Zu jedem Thema wird auf einen Text hingewiesen, der zur Vorbereitung auf die Diskussion gelesen werden kann (aber nicht muss!).

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Anarchistische Gruppe und andere anarchistische Projekte in Dortmund näher kennen zu lernen oder auch ganz allgemein über anarchistische Ideen zu diskutieren. – Kommt vorbei!

Die Treffen finden im Black Pigeon (Scharnhorststraße 50, 44147 Dortmund) statt.

Einen Überblick über alle Termine des anarchistischen Kennenlerntreffens findest du unter: http://agdo.blogsport.eu/zusammenkunft/

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/23/dortmund-anarchistisches-kennenlerntreffen-demokratischer-konfoederalismus-in-rojava-nordsyrien-ein-projekt-der-befreiung/feed/
Dortmund: Abendlicher Bastel- und Nähspaß http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/21/abendlicher-bastel-und-naehspass/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/21/abendlicher-bastel-und-naehspass/#comments Sat, 21 Oct 2017 18:36:20 +0000 Administrator Ankündigungen Gruppen AGDo http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/21/abendlicher-bastel-und-naehspass/ 10. November 2017 19:00 bis 23:59
Spartan sewing machine (6281208149)

Wir laden euch am 10.11.2017 ab 19 Uhr ins Black Pigeon ein, um mit uns zusammen einen langen Abend (oder sogar eine lange Nacht?) voller Bastel-, Näh- & Werkelspaß zu begehen! Bringt eure eigenen kreativen Ideen und Projekte mit, oder holt euch bei uns oder im Gespräch mit anderen Inspiration. Wir stellen einen gewissen Grundstock an Materialien & Werkzeugen (z.B. Nähmaschine, Heißklebepistole, etc.). Es wäre großartig, wenn Du auch etwas Material beisteuern würdest. Abgrundet wird unser gemeinsames handwerkliches Erlebnis durch die ein oder andere vegane Köstlichkeit – auch hier ist eigenes Engagement gefragt.

Wir freuen uns auf Dich!

“Wenn ich meine Kreativität nicht ausleben kann, ist es nicht meine Revolution!” – Zitat Emma Goldman & AGDo

Eine Veranstaltung der Anarchistischen Gruppe Dortmund – http://agdo.blogsport.eu/

Facebook-Veranstaltung

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/21/abendlicher-bastel-und-naehspass/feed/
Bochum/Dortmund: Radikale Bildungskurse – Wintersemester 2017/2018 http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/20/bochumdortmund-radikale-bildungskurse-wintersemester-20172018/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/20/bochumdortmund-radikale-bildungskurse-wintersemester-20172018/#comments Fri, 20 Oct 2017 11:50:35 +0000 Administrator Gruppen SRUB http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/20/bochumdortmund-radikale-bildungskurse-wintersemester-20172018/

Turbulente Zeiten

Es liegen turbulente Zeiten hinter uns, sowohl für uns als Gruppe als auch in Bochum und gesamtgesellschaftlich.
Trotz des oft steinigen Weges und gerade Angesichts eines klaren Rechtsrucks, des wachsenden Nationalismus, der katastrophalen Auswirkungen von menschengemachten Klimawandel und Umweltzerstörung und immer mehr gewaltsamen Konflikten sind wir entschlossen weiter den Weg der sozialen Revolution zu gehen.
Und es gibt auch Hoffnung: die Hausbesetzung in Bochum und die Ereignisse bei G20 in Hamburg, bei allen strategischen Fehlern, die vielleicht gemacht wurden, zeigen, dass es ein gesellschaftliches Potential für eine antiautoritäre revolutionäre Bewegung gibt. Bei G20 wurde widerlegt, dass der deutsche Staat mit seiner Polizei allmächtig ist. Die Besetzung in der Herner Straße in Bochum, auch wenn sie erfolglos blieb, macht deutlich, dass viele Menschen im Ruhrgebiet etwas anderes als ihren tristen Alltag im Kapitalismus und unter staatlicher Herrschaft wollen. Es gibt viele Menschen, die bereit sind aktiv zu werden.
Dieses Semester wollen wir daher unseren Schwerpunkt darauf setzen Bildungsarbeit zu machen und unsere radikalen Bildungskurse fortzuführen. Weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass auch viele Menschen zu ins in die Gruppe kommen, die nicht wissen ob sie sich mit anarchistischen Handeln und Theorien wirklich identifizieren, bieten wir dieses Semester einen Kurs zu moderner anarchistischer Theorie an. Gerade Menschen, die überlegen in unserer Gruppe aktiv zu werden, legen wir an Herz diesen zu besuchen. Am Ende des Semesters wird es auch wieder ein anarchistisches Kennenlerntreffen an der Ruhr-Uni geben. Falls ihr vorher schon aktiv werden wollt schreibt uns eine E-Mail an: schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net

Im Folgenden nun unsere Kurse dieses Semester.

Warum radikale Bildungskurse?

Wir wollen eine vollkommen andere Welt schaffen, in der jede*r über sich selbst bestimmt: Dafür braucht es aber bestimmtes Wissen und die Fähigkeit, sich dieses ohne Zwang anzueignen. Staatliche und kapitalistische Schulen, Universitäten und Ausbildungsstellen trainieren uns diese durch ihre Hierarchien, Vorgaben, Prüfungen und Noten ab. Anstatt dass wir ein Angebot erhalten aus dem wir frei wählen, geben uns Autoritäten wie das Bildungsministerium, Lehrer*innen und Dozent*innen vor, was wir lernen sollen.
Das hat auch die Funktion zu kontrollieren was wir lernen, so sind viele freiheitliche Inhalte wie z.B. Revolutionen und andere Erfolge der Geschichte in Vergessenheit geraten. Wenn wir aber eine Welt ohne Kapitalismus, Staat, Patriarchat und jede andere Herrschaftsform anstreben, müssen wir aus der Geschichte lernen und uns ganz praktisch die Fähigkeiten aneignen, die uns selbst über unsere Leben bestimmen lassen. Deshalb organisieren wir dieses Wintersemester Kurse zum selbstbestimmten Lernen. Diese sind offen für alle Menschen, ob sie an der Ruhr-Uni studieren oder nicht. Ein Auflistung der Kurse findet sich im Nachfolgenden. Falls euch ein Thema fehlt und ihr mithelfen wollt, etwas zu organisieren, dann meldet euch bei uns.

Lass uns mit neugierigen Lernen beginnen und die Welt radikal umgestalten!

“Bin ich eigentlich Anarchist*in?” – Moderne Theorie(n) des Anarchismus

Unsere Welt befindet sich im Aufruhr, die Menschen suchen nach Alternativen zum bestehenden System. Dabei ist Vielen der Anarchismus als Gesellschaftsentwurf immer noch unbekannt. Häufig wird angenommen Anarchist*innen hätten keine oder wenig eigene theoretischen Analysen oder anarchistische Ansätze hätten sich in den letzten hundert Jahren nicht weiterentwickelt.
Diese Annahme ist falsch: Anarchistische Theorien befinden sich in einer permanenten Weiterentwicklung. Der Kurs soll eine Einführung in die moderne(n) anarchistische(n) Theorie(n) bieten und ist ideal für Menschen, die wissen wollen ob Anarchismus die passende Bewegung für sie ist. Mögliche Fragen sind: Was sind die Grundannahmen von heutigen Anarchist*innen? Welche Menschenbilder stehen hinter diesen Annahmen? Warum lehnen eigentlich Anarchist*innen jede Herrschaft ab? Welche verschiedenen theoretischen Strömungen gibt es aktuell im Anarchismus? Welche anderen Theorien haben den Anarchismus beeinflusst? Jenseits theoretischen Austausches könnten wir gemeinsam anarchistische Projekte im Ruhrgebiet wie z.B. das Black Pigeon in Dortmund besuchen. Gegen Ende des Kurses wird es an der Ruhr-Uni auch ein Kennenlerntreffen für Menschen geben, die langfristig in der anarchistischen Bewegung aktiv werden wollen.
Termin: Ab 13.11.2017 – Montags 18.00 Uhr
Ort: Caferteria von Gebäude NA (Ebene 02)
Kontakt: schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net

Revolutionen und Aufstände im 20. und 21. Jahrhundert

“Wo bleibt denn da der Aufstand?!” – Diese Frage stellte die Anstalt im September 2017. Angesichts des katastrophalen Kurses der Welt ist die Frage nach den Wegen zur erfolgreichen Revolution weiter relevant, doch Vielen scheint nichts unmöglicher, als eine antiautoritäre Revolution oder ein Aufstand. Nicht nur im 20. Jahrhundert und an Orten wie in der Ukraine (1917), im Ruhrgebiet (1921), in Spanien (1936) schlugen freiheitliche Bewegungen Staat und Kapitalismus. Auch Chiapas (seit 1994), Rojava (seit 2012) oder die Riots bei G20 sind aktuelle Beispiele hierfür.
Dabei kann es nicht nur darum gehen wie die konkrete Auseinandersetzung mit den Autoritäten gewonnen wurde, sondern auch wie es überhaupt erst zu so starken Bewegungen kam. Welche Vorarbeit wurde geleistet? Welche Strategien wurden dabei verfolgt? Das sind einige der Fragen, die gestellt werden können, oder auch ganze andere. Es muss auch nicht nur um Aufstände und Revolutionen gehen, die uns sympathisch sind, denn auch aus den Strategien unserer Gegner*innen lässt sich lernen. Lasst uns die Geschichte erforschen, um zu verstehen wie eine Revolution in der Zukunft geschehen kann. Mögliche Praktische Ergänzungen sind z.B. ein öffentliches Gedenken an den Ruhr-Aufstand oder ein Ortsbegehung des Schanzenviertels.
Termin: Ab 16.11.2017 – Donnerstags 16.00 Uhr
Ort: Vor GBCF 04/611
Kontakt: anarchistisches-bewusst-sein(at)riseup.net

Ein anarchistisches Zentrum gründen und organisieren

Anarchistische Zentren sind eine Umsetzung lokaler Selbstorganisation und revolutionärer Arbeit. Sie sind Infrastruktur und Ort zum Erfahren gelebter Solidarität und Gleichwertigkeit. Doch wie gründet mensch ein anarchistisches Zentrum? Welche Dinge gilt es dabei zu beachten? Und wie geht es nach der Gründung weiter? Diese und weitere praxisorientierte Fragen wollen wir versuchen zu klären. Weil es unbedingt notwendiges Wissen in bestimmten Bereichen gibt, wird der Kurs stärker vorstruktriert sein, bringt aber trotzdem eure eigenen Fragen und Schwerpunkte mit. Der Kurs findet im anarchistischen Zentrum Black Pigeon in Dortmund statt, welches auch als Anschaungsungsort genutzt werden kann. Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.
Termin: 03.03.2018 ganztägig ab 10.00 Uhr
Ort: Black Pigeon (Dortmund)
Kontakt: schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net

Informationen

Die Kurse sind komplett selbstorganisiert:. Das heißt es gibt zwar eine Person, die sich überlegt hat was mögliche Inhalte sind, aber dies ist nur ein Input. Es gibt keinen festen Lehrplan. Am Anfang von jedem Kurs oder auch später wird gemeinsam festgelegt, womit sich auseinandergesetzt wird. Wir geben keine Inhalte vor, sondern achten lediglich darauf das keine Ideen vorbereitet werden, die Herrschaft unterstützen.
Die Kurse finden, wenn sie keine Blockkurse sind, wöchentlich statt. Alle Kurse sind kostenfrei. Bei Blockkursen gibt es veganes Essen gegen Spende. Bei diesen bitten wir zur Planungssicherheit um verbindliche Anmeldungen. Name oder sonstige persönliche Angaben müsst ihr bei der Anmeldung nicht mitteilen. Bei Fragen schreibt bitte an den angegebenen Kontakt.

Orte

GBCF 04/611 (RUHR-UNI): Da wir formal keine Räume mehr an der Uni bekommen, unsere Aktivitäten sind der Uni-Verwaltung zu politisch, treffen wir uns vor ein paar Räumen in der Sowi-Fakultät und schauen was frei ist.
CAFETERIA IN NA (RUHR-UNI): Wir treffen uns vor der Cafeteria von Gebäude NA (Ebene 02).
PLAN DER RUHR-UNI HIER: ruhr-uni-bochum.de
BLACK PIGEON: Anarchistisches Zentrum in Dortmund – Scharnhorstr. 50. Mehr auf blackpigeon.blogsport.eu

Solltet ihr einen Ort nicht finden, schreibt uns zeitnah.

Kontakt: schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/20/bochumdortmund-radikale-bildungskurse-wintersemester-20172018/feed/
Düsseldorf: Strömungen des Anarchismus http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/18/duesseldorf-stroemungen-des-anarchismus/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/18/duesseldorf-stroemungen-des-anarchismus/#comments Wed, 18 Oct 2017 09:30:49 +0000 Administrator Ankündigungen Theorie Gruppen AKK http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/18/duesseldorf-stroemungen-des-anarchismus/

Der Anarchismus als politische Bewegung und Philosophie war nie ein einheitlicher Block, sondern bestand immer aus verschiedenen praktischen so wie theoretischen Strömungen, die voneinander lernten, sich abgrenzten oder nebeneinander her arbeiteten. Im Vortrag wird zunächst kurz auf theoretischen Grundlagen, Geschichte und aktuelle Beispiele der Wege zur Anarchie eingegangen. Hauptsächlich wird im Vortrag auf kommunistischen Anarchimus, anarchistischen Feminismus, aufständischen Anarchismus, Anarchosyndikalismus und grünen Anarchismus eingegangen.

Anschließend freuen wir uns darauf, mit euch darüber zu diskutieren, was wir von den verschiedenen Herangehensweisen lernen können und wo wir Perspektiven sehen.

Vortrag im K4 Kulturbureau auf der Kiefernstraße 4, Donnerstag, 26. Oktober, ab 19:00 Uhr.

Eine Veranstaltung des anarchistischen Projektkollektivs Düsseldorf & des anarchistischen Kollektiv Köln.

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/10/18/duesseldorf-stroemungen-des-anarchismus/feed/