Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr http://afrheinruhr.blogsport.de Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr Tue, 09 Jan 2018 14:22:29 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Witten: Schwarzer Tresen: Postanarchismus – Revisionen, Erneuerungen, Brüche http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/07/witten-schwarzer-tresen-postanarchismus-revisionen-erneuerungen-brueche/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/07/witten-schwarzer-tresen-postanarchismus-revisionen-erneuerungen-brueche/#comments Sun, 07 Jan 2018 16:11:45 +0000 Administrator Ankündigungen Theorie Gruppen AGÖR http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/07/witten-schwarzer-tresen-postanarchismus-revisionen-erneuerungen-brueche/ Eine Einführung von Jürgen Mümken
Jürgen Mümken LiMesse 2014

Die Angst, mit der Vorsilbe „Post-“ alle Errungenschaften des sich daran Anschließenden für endgültig vorüber und die damit verbundenen Ansprüche für überholt zu erklären, hatte auch schon die Debatte um die Postmoderne geprägt. Allerdings verweist das Präfix, ähnlich wie bei postmoderner Philosophie oder postkolonialer Kritik, keinesfalls auf ein für alle mal Vergangenes. Der „klassische“ Anarchismus ist nicht passé, bedarf aber angesichts theoretischer Entwicklungen und veränderter Verhältnisse – Globalisierung und Neoliberalismus – einiger Weiterentwicklung.

Seit Anfang dieses Jahrtausend wird unter dem Label „Postanarchismus“ über eine Aktualisierung anarchistischer Theorie und Praxis diskutiert und damit eine notwendige Erneuerung anarchistischer politischer Theorien voran zu bringen. Jürgen Mümken versteht Postanarchismus nicht als neue oder weitere politische Strömung im vielfältigen anarchistischen Spektrum, sondern als eine Art und Weise der Betrachtung anarchistischen Denkens. Unter Postanarchismus wird die Verbindung verschiedener Varianten poststrukturalistischer Theorien mit dem Anarchismus verstanden. Postanarchistisches Denken hinterfragt klassische anarchistische Grundsätze und Denkfiguren, insofern sie in der Moderne verhaftet sind, will aber an ihren ethischen Vorstellungen festhalten.

Was bedeutet die Postmoderne für den Anarchismus? Brauchen wir einen „postmodernen Anarchismus“? Welche „Grundsätze“ der Moderne und des „klassischen Anarchismus“ müssen wir über Bord werfen? Welche „Werkzeugkiste“ des Poststrukturalismus ist nützlich für eine Aktualisierung anarchistische Theorie und Praxis? Wo gibt es Anschlüsse an den „klassischen Anarchismus“?

Zum Referenten

Jürgen Mümken ist der wichtigste postanarchistische Theoretiker im deutschsprachigen Raum. Er veröffentlicht u.a. in der anarchistischen Monatszeitung Graswurzelrevolution und gibt im Verlag Edition AV die Reihe Libertäre Bibliothek heraus.

Fr. 23. Februar 2018, 19:00 Uhr, Witten, Trotz Allem, Wideystraße 44

Siehe auch

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Solidarität mit den Kämpfen im Iran aus Dortmund http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/06/solidaritaet-mit-den-kaempfen-im-iran-aus-dortmund/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/06/solidaritaet-mit-den-kaempfen-im-iran-aus-dortmund/#comments Sat, 06 Jan 2018 17:45:32 +0000 Administrator Aktionen Gruppen AGDo http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/06/solidaritaet-mit-den-kaempfen-im-iran-aus-dortmund/

In einer windigen Nacht haben wir ein Solidaritätstransparent mit den Kämpfen im Iran an einer befahrenen Straße der Dortmunder Nordstadt aufgehängt.

Der Iran wird derzeit von den heftigsten Unruhen seit der “grünen Bewegung” von 2009 erschüttert. Die aktuellen Demonstrationen haben zwar noch nicht die zahlenmäßige Größe von 2009 erreicht, scheinen aber an Radikalität darüber hinaus zu gehen. Aus Protesten gegen Preiserhöhungen wurde schnell eine generelle Infragestellung des Regimes unter Parolen wie “Tod der islamischen Republik” und “Tod dem Diktator” (Ajatollah Khamenei).

Die iranischen Autoritäten beeilten sich, die Bewegung als vom Ausland gesteuerte Provokation darzustellen und zahlreiche Internettrolle aus aller Welt haben nichts Besseres zu tun, als ihnen diese Lesart der Ereignisse nach zu plappern. Natürlich werden Auseinandersetzungen im Iran von anderen reaktionären Kräften genau beobachtet, und es kann durchaus sein, dass etwa Saudi-Arabien oder die USA heimlich intervenieren, um einen ihrer geopolitischen Gegner zu destabilisieren. – Die Menschen im Iran haben aber genug eigene Gründe, um auf die Straßen zu gehen und sie haben in der Vergangenheit mehr als einmal ihren Freiheitswillen kund getan. Wer die Proteste als lediglich von außen gesteuerten Komplott wahrnimmt, offenbart damit sein eigenes autoritäres Weltbild, in dem es nicht sein kann, dass Menschen sich selbst zum Handeln ermächtigen, ohne dass irgendwer im Hintergrund die Strippen zieht.

Auch von den vergifteten Lobpreisungen, die den Aufständischen von Trump oder Netanjahu entgegen gebracht werden, sollten wir uns nicht irritieren lassen. Sicher passt es diesen Herren momentan in den Kram, wenn das Regime eines mit ihnen verfeindeten Staates in Schwierigkeiten gerät. Doch wir können uns sicher sein, dass die Herrschenden aller Länder sich schnell wieder im Kampf gegen die Revoltierenden vereinigen werden, sobald diese dazu übergehen, offen die Herrschaft als solche in Frage zu stellen.

Angesichts der Erfahrungen der arabischen Rebellionen, sowie der Schwäche der revolutionären Bewegung weltweit ist leider zu befürchten, dass der momentane iranische Aufbruch in einer weiteren Niederlage enden wird.

Umso dringlicher erscheint es uns daher, selbst am Aufbau revolutionärer Strukturen zu arbeiten und dem Islamismus auch hier entgegen zu treten – eine Aufgabe, vor der Linksradikale und Anarchisti*nnen inklusive uns selbst bisher kläglich versagten.

Unsere besten Wünsche gehen an alle, die im Iran derzeit von Repression betroffen sind.

Tod der Islamischen Republik!

Tod allen Religionen und Staaten!

Lang lebe die Anarchie!

Anarchistische Gruppe Dortmund, im Januar 2018

Der Text wird in kürze auch in Englisch erscheinen.

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Düsseldorf: 16.01. VORTR./LES.: CRIMETHINC. – „VON DER DEMOKRATIE ZUR FREIHEIT“ @ CAFE FREIRAUM (CAMPUS DERENDORF, GEBÄUDE 3) http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/04/duesseldorf-16-01-vortr-les-crimethinc-von-der-demokratie-zur-freiheit-cafe-freiraum-campus-derendorf-gebaeude-3/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/04/duesseldorf-16-01-vortr-les-crimethinc-von-der-demokratie-zur-freiheit-cafe-freiraum-campus-derendorf-gebaeude-3/#comments Thu, 04 Jan 2018 00:10:01 +0000 Administrator Ankündigungen Theorie http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/04/duesseldorf-16-01-vortr-les-crimethinc-von-der-demokratie-zur-freiheit-cafe-freiraum-campus-derendorf-gebaeude-3/
m: Di., den 16.01.2018
Wo: Cafe Freiraum (Campus Derendorf, Gebäude 3) https://asta-fh-duesseldorf.de/blog/referate/cafe-freiraum/
Einlass: 19:00
Beginn: 19:30
Eintritt: Eintritt frei
Veranstalter*in: Anarchistisches Projektkollektiv Düsseldorf

Vortrag zum neuen Buch des nordamerikanischen anarchistischen Autor*innen Kollektiv. „Demokratie ist das allgemeingültigste politische Ideal unserer Zeit. George Bush hat sich auf sie berufen, um die Invasion in den Irak zu rechtfertigen; Obama gratulierte den Rebell*innen vom Tahrir-Platz, dass sie sie nach Ägypten brachten und Occupy Wall Street behauptete, ihre reinste Form herausdestilliert zu haben. Von der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea bis zur autonomen Region Rojava nennt sich praktisch jede Regierung und jede Bewegung demokratisch. Aber was ist das Heilmittel für die Probleme der Demokratie? Alle sind sich einig: Mehr Demokratie. Seit der Jahrtausendwende haben wir eine Vielzahl neuer Bewegungen gesehen, die versprachen, echte Demokratie zu verwirklichen, im Gegensatz zu den scheinbar demokratischen Institutionen, die sie als ausschließend, einschränkend und entfremdend bezeichneten. Gibt es einen roten Faden, der all diese verschiedenen Formen von Demokratie verbindet? Welche von ihnen ist die wahre Demokratie? Kann eine von ihnen die Inklusivität und Freiheit bringen, die wir mit dem Wort verbinden?“

Die Broschüre gibt es unter http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/04/09/crimethinc-von-der-demokratie-zur-freiheit.

Veranstaltet vom Anarchistischen Projektkollektiv in Kooperation mit der Anarchistischen Föderation Rhein/Ruhr (AFRR – http://afrheinruhr.blogsport.de)

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Make Amazon Pay Kampagne in Dortmund Part 2 http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/01/make-amazon-pay-kampagne-in-dortmund-part-2/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/01/make-amazon-pay-kampagne-in-dortmund-part-2/#comments Mon, 01 Jan 2018 21:07:53 +0000 Administrator Aktionen Gruppen AGDo http://afrheinruhr.blogsport.de/2018/01/01/make-amazon-pay-kampagne-in-dortmund-part-2/ [Foto: Infostand vor dem <Amazon-Lager]

Am 17.12. fand ein “Kennenlern-Café” für alle Amazonarbeiter*Innen aus Dortmund im Black Pigeon statt. Ziel war es, Kontakte zu knüpfen und die Zustände am Standort Dortmund kennenzulernen. Zwei Tage vorher, am 15. Dezember, wurde dazu direkt vor dem Amazon-Lager eingeladen. Hierfür wurden über 1.000 Flyer verteilt.

Einladungs-Aktion

Pünktlich zum Schichtwechsel, zwischen Früh- und Spätschicht, waren wir mit einem Infotisch vor dem Dortmunder Amazon-Lager vor Ort. Allen interessierten Arbeiter*Innen wurde eine Einladung zum Kennenlern-Café, inkl. des offenen Briefes von Amazon Arbeiter*Innen für Amazon Arbeiter*Innen überreicht. Kurz vor dem Eingang, befand sich zu dem unser Infotisch mit Informationen zum Aktionsbündnis “Make Amazon Pay”, sowie weiteren allgemeinen Informationen zur unabhängigen Sozialberatung, zur Freien Arbeiter*Innen Union und den beteiligten Menschen des Bündnisses (u.a.).

Dort kamen all jene Menschen vorbei, welche mit dem Bus fuhren. Viele blieben nach kurzem Überlegen stehen und fragten, worum es eigentlich gehe. Diesen konnte direkt vor Ort eine kurze Erklärung dessen gegeben werden, was die Ziele des Bündnisses sind und warum wir bereits zum Start des Dortmunder Lagers präsent sind/sein wollen.

Die Aktion stieß dabei auf großes Interesse und wir bekamen sehr viel positives Feedback. Auch sagte man uns, dass es so langsam der richtige Zeitpunkt sei, Unterstützung anzubieten, da sich die Arbeitsbedingungen immer mehr verschlechterten und sich Mensch kaum trauen können, etwas dagegen zu sagen. Der Grund dafür seie, dass alle Verträge bis Jahresende befristet sind und die Verlängerung wohl erst kurz vor Weihnachten rausgehen sollen.

Auch auf dem direkt vor dem Eingang des Lagers gelegenen Parkplatz wurde an jedem Auto eine Einladung angebracht. Sowohl an Autos der Früh-, als auch an Autos der Spätschicht. Menschen, welche währenddessen zu ihrem Auto gingen, zeigten ebenfalls großes Interesse und suggerierten die Absicht, zum Kennlern-Café zu kommen.

[Foto: Informationen zur Kampagne in der Dortmunder U-Bahn]

Auch hier kamen einige Menschen auf uns zu und erzählten von den sich verschlechternden Bedingungen auf der Arbeit. Eine Person erzählte sogar, dass sie bereits ihren zweiten emotionalen Zusammenbruch hatte, sodass sie kurzzeitig aussetzen musste. Jedoch waren auch viele Menschen sehr skeptisch, dass wir nicht von Amazon beauftragt wurden, um Arbeiter*Innen heraus zu finden, welche dem Unternehmen nicht blind folgen. Diesen konnte jedoch in Ruhe die Arbeit des Bündnisses, sowie die Absichten erläutert werden, wodurch für den Moment Vertrauen aufgebaut wurde.

Alles in allem konnten so über 1.000 Einladungen verteilt und zahlreiche Arbeiter*Innen in einem persönlichen Gespräch informiert werden. Direkt am Ende der Aktion, als der Infotisch bereits abgebaut und bis auf drei Autos alle mit Einladungen versehen wurden, bekamen wir Besuch von zwei Security-Menschen des von Amazon beauftragten Sicherheitsunternehmens. Uns wurde erklärt, dass diese nichts gegen unsere Aktion haben. Jedoch hatten sie den Auftrag bekommen, uns davon abzuhalten weiter zu machen. Auch bekamen die an diesem Tag anwesenden Aktivist*innen unbefristetes Hausverbot für das Dortmunder Amazongelände (sowohl das des Lagers, als auch das des Parkplatzes). Zu unserer Freude kam dies erst genau zum Ende unserer Aktion. Nachdem ein Flyer von ihnen mitgenommen wurde und weitere Personen über Funk angefordert wurden, sollten wir die Flyer an den Autos wieder entfernen. Dem konnte wir aufgrund des Hausverbotes leider nicht mehr folgeleisten und verschwanden sehr zufrieden über die erfolgreiche Einladungsaktion.

Kennenlern-Cafe

Zwei Tage später, am Sonntag den 17.12. fand das Kennenlern-Café ab 14 Uhr im Black Pigeon statt. Bei Kaffee, Lebkuchen und Spekulatius wollten wir alle interessierten Arbeiter*Innen kennenlernen und über die Arbeitsbedingungen sprechen, sowie generell mit den in Dortmund beschäftigten Menschen in Kontakt kommen.

Mit den gekommenen Menschen enstand dann ein intensives Gespräch, welches auch einiger unserer Fragen beantworten konnte. Ein Mensch erzählte, dass der größte Punkt seiner Unzufriedenheit seit kurzem überwunden sei, da sein Vorgesetzter gewechselt habe. Die “alten” Probleme waren so für diesen Menschen gelöst. Jedoch wird diese Person seinen Vertrag wohl nicht verlängern wollen, da sich die unbedingte Zufriedenheit mit der Arbeit bei Amazon nicht einstellt. Die Arbeit selbst sei schon nicht angenehm, von anderen Problemen einmal abgesehen.

Auch eine zweite Person berichtete eher positiv über die Arbeit bei Amazon. Es sei halt Arbeit, monoton und sehr “stumpf”, jedoch besser als mit mehreren Jobs versuchen zu müssen, als Alleinerziehende*r genug Geld zusammen zu bekommen, so das Feedback. Immer wieder gab es auch einen Austausch der Arbeiter*innen unter sich, so bekamen wir mit, dass es bereits seit dem kurzen Bestehen des Dortmunder Lagers zu zerstörten Toiletten, Sex auf dem Klo unter Arbeiter*Innen, klauen und “Bummeln” während der Arbeit kam.

[Foto: Infostand nah]

Weiterhin bekamen wir auf diese Weise mit, dass wohl extrem viele Kameras jede*n Arbeiter*In beobachten und man sich niemals unbeobachtet fühlen kann. Angenehmes Arbeiten kann so nicht entstehen. Auch betritt augenscheinlich “cis-männliches” Sicherheitspersonal ungefragt die Damentoilette um dort “nach dem rechten zusehen”. Weiterhin soll es während der Arbeitszeit immer wieder zu heftigen Staubschwaden kommen, welche sich in der Luft verteilen und das Atmen wesentlich erschweren. Dies soll, so ein*e Arbeiter*In, auch dadurch kommen, dass nur gefegt wird, was erst recht das Atmen unerträglich macht.

Leider kamen trotz der positiven Resonanz während der Einladungsaktion nur wenige Arbeiter*innen vorbei. Neben der Angst vor Konsequenzen von Amazon zu einem solchen Treffen zu kommen, kommt sicherlich die relative Zufriedenheit der Arbeiter*innen, die auch die Anwesenden betonten, hinzu. Klar sind die Zustände beschissen, klar sind die Arbeiter*innen bei Amazon nichts weiter als der verlängerte Arm einer Maschine. Aber Amazon nimmt eben im Weihnachtsgeschäft jede*n, auch ohne Ausbildung oder mit mangelnden Deutschkenntnissen, darüberhinaus bezahlt Amazon verhältnissmäßig gut. Wenn du alleinerziehend bist und vorher mehrere Jobs gleichzeitig gemacht hast um über die Runden zu kommen und dir nun einer zum Überleben reicht, dann ist das natürlich eine Steigerung deiner Lebensqualität, unabhängig erstmal davon wie scheiße die Arbeit, die du machst ist. Es mangelte bei den Arbeiter*innen auch nicht an Bewusstsein darüber was Amazon für unsere Gesellschaft bedeutet. Das zeigte auch in Teilen die am Ende stattfindende grundsätzliche Diskussion über den Kapitalismus und Lohnarbeit. Wie Amazon z.B. nicht unerheblichen Anteil daran hat, dass der kleine Buchhandel nach und nach zerstört wird. Aber letztendlich müssen wir alle Geld nach Hause tragen um uns über Wasser zu halten.

Für uns stellt sich allerdings die Frage, ob wir ohne einen konkreten Arbeitskampf im Betrieb oder/und Selbstorganisierung der Arbeiter*innen einen guten Ansatzpunkt haben um die Leute im Dortmunder Werk in einem kämpferischen Sinne zu erreichen und zu unterstützen. So oder so haben uns die bisher gelaufenen Aktionen rund um Amazon um einige Erfahrungen reicher gemacht und die Dankbarkeit der vielen Arbeiter*innen vor Ort haben unseren Weg bekräftigt.

Allen Lohnabhängigen aus Dortmund und Umgebung sei an dieser Stelle nochmal die Sozialberatung/Gewerkschaftliche Erstberatung unserer Genoss*innen der Freien Arbeiter*innen Union östliches Ruhrgebiet ans Herz gelegt.

Kommt rum: Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 18:30 bis 19:30 Uhr im Black Pigeon, Scharnhorststraße 50, 44147 Dortmund.

Anarchistische Gruppe Dortmund

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Dortmund, Anarchistisches Kennenlerntreffen im Januar: Drogen und Rausch – Wie stehen wir dazu? http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/30/dortmund-anarchistisches-kennenlerntreffen-im-januar-drogen-und-rausch-wie-stehen-wir-dazu/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/30/dortmund-anarchistisches-kennenlerntreffen-im-januar-drogen-und-rausch-wie-stehen-wir-dazu/#comments Fri, 29 Dec 2017 22:15:44 +0000 Administrator Ankündigungen Gruppen AGDo http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/30/dortmund-anarchistisches-kennenlerntreffen-im-januar-drogen-und-rausch-wie-stehen-wir-dazu/

Am 14.01. ab 15.00 Uhr im anarchistischen Buch- und Kulturzentrum Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund.

Drogen sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig, aber in den meisten emanzipatorischen Gruppen und gesamtgesellschaftlich eine Thematik zu der selten ein ausführlicher Diskurs stattfindet. Dabei spielt der Einfluss von bewusstseinsverändernden Substanzen eine große Rolle in unserem Leben und dies auf unterschiedlichste Weise.

Des weiteren ist der teilweise gezielte Einsatz von Drogen ein Mittel der Herrschenden zur Manifestierung des Bestehenden, ist das überhaubt so?. Was sind überhaupt Drogen? Was machen Drogen mit dir und deinem Sozialem Umfeld? Aus welchen Gründen und in welchen Situationen nimmst du Drogen? Was bedeuten Drogen gesamtgesellschaftlich von der Produktion bis zum Konsum? Welche Bedeutung haben Drogen zum Beispiel im Knast? Welche Rolle würden Drogen in einer anarchischen Gesellschaft spielen? Diese und weitere Fragen, die sich aus der offenen Diskussion ergeben, möchten wir zusammen mit euch besprechen. Dabei wollen wir nicht die von den Herrschenden geprägten Definitionen von Drogen (legal oder illegal) verwenden. Außerdem verurteilen wir jegliche Verfolgung von Menschen (zum Beispiel Drogenabhängigen) durch den Staat und seine Organe.

Text den ihr im Vorfeld lesen könnt: Anarchismus und Alkohol (Crimethinc)

Bald findet ihr auch eine Übersicht über die kommenden Kennenlerntreffen unter: http://agdo.blogsport.eu/zusammenkunft/

Die Anarchistische Gruppe Dortmund lädt zur Diskussion und zum Kennenlernen ein!
An jedem der Nachmittage wollen wir über ein kontroverses Thema diskutieren, zu dem es einen kurzen Einführungsvortrag geben wird. Zu jedem Thema wird auf einen Text hingewiesen, der zur Vorbereitung auf die Diskussion gelesen werden kann (aber nicht muss!).

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Anarchistische Gruppe und andere anarchistische Projekte in Dortmund näher kennen zu lernen oder auch ganz allgemein über anarchistische Ideen zu diskutieren. – Kommt vorbei!

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Köln: Good Night Ticket Control – Kneipe und Tombola http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/28/koeln-good-night-ticket-control-kneipe-und-tombola/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/28/koeln-good-night-ticket-control-kneipe-und-tombola/#comments Thu, 28 Dec 2017 10:22:45 +0000 Administrator Ankündigungen Gruppen AKK http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/28/koeln-good-night-ticket-control-kneipe-und-tombola/

Wir möchten mit allen die Lust haben einen schönen Abend verbringen, leckeres Essen genießen, was trinken, Musik hören und eine Ticketautomaten-Piniata zerstören. Ladet eure Friends ein, ihr könnt an einer Tombola teilnehmen bei der es super geilen Scheiß passend zum Thema zu gewinnen gibt!
Mit den Spenden die wir an dem Abend einnehmen, möchten wir unter anderem Genoss*innen unterstützen die Repressionen durch ticketloses Fahren zu tragen haben.

Das Motto der Kneipe lautet „Good night ticket control“. Wir haben keinen Bock mehr auf ständiges nervös-sein und raus schauen ob Kontis am Bahngleis stehen, wir haben kein Bock im Winter überall mit dem Fahrrad hinfahren zu müssen – weil die Bahn/der Bus zu teuer ist. Wir sind sauer auf Kontis und ihr meist ziemlich beschissenes und abwertendes Verhalten. Kein Bock drauf, dass Fortbewegung so erschwert und nicht allen gleichermaßen zur Verfügung gestellt wird.

NIEMAND MUSS KONTI SEIN!
Freitag, 12.01. // Autonomes Zentrum Köln // ab 19 Uhr

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Anarchismus-Rundreise durch Dortmund Episode 1: Westerfilde http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/25/anarchismus-rundreise-durch-dortmund-episode-1-westerfilde/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/25/anarchismus-rundreise-durch-dortmund-episode-1-westerfilde/#comments Mon, 25 Dec 2017 17:46:47 +0000 Administrator Aktionen Gruppen AGDo http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/25/anarchismus-rundreise-durch-dortmund-episode-1-westerfilde/

Am 10.12. fand in Dortmund Westerfilde eine Anarchismus-Einführungsveranstaltung statt. Dem vorausgegangen waren 2 Mobilisierungsaktionen im Viertel.

Die Mobilisierung


Bei zwei Mobilisierungsaktionen in Westerfilde wurden an unterschiedlichen Tagen deutlich über tausend Flyer verteilt, Menschen direkt auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht, sowie Plakate und Aufkleber hinterlassen. Ein großer Teil der Westerfilder Briefkästen wurde mit Flyern bestückt. Ein geplanter öffentlicher Infotisch musste kurzfristig aufgrund der Witterungsbedingungen abgesagt werden, stattdessen wurden weitere Haushalte direkt beflyert. Am Rande unserer Route haben wir selbstverständlich auch die vorhandene Nazi-Propaganda entfernt. Bis auf den Infotisch konnten alle Aktionen wie geplant stattfinden.


Starker Schneefall am zweiten Tag der Mobilisierung


Auch am zweiten Tag der Mobilisierung hängt noch viel Material vom ersten Tag

Die Veranstaltung

Am 10.12. fand dann unser Anarchismus-Einführungsvortrag in Westerfilde statt. Unsere Veranstaltung selbst war leider nur von wenigen Interessierten besucht. Dafür entstand mit den Anwesenden ein intensiver und bereichernder Austausch. Wir kommunizieren ganz bewusst auch in der Öffentlichkeit, dass unsere Veranstaltung nur wenige Interessierte erreichen konnte. Das halten wir für wichtig um eine kritische Analyse unserer Aktion zu gewährleisten. Unsere Aktionen in Westerfilde, als Start der Anarchismus Rundreise durch Dortmund, war ein erster Versuch für uns, unseren Fokus auch stärker außerhalb unserer angestammten Viertel zu setzen. Auch die Art der Mobilisierung, die gänzlich auf eine Bewerbung im Internet verzichtete und sich nur auf ein Viertel konzentrierte, war eine neue und wichtige Erfahrung für uns. Auch wenn die Veranstaltung schlecht besucht war, war es uns auch ein Anliegen die Präsenz im Viertel zu erhöhen. Die Veranstaltung konnte störungsfrei stattfinden.


Viel gutes veganes Essen

Westerfilde

Westerfilde ist ein Stadtteil im Nordwesten Dortmunds mit fast 7000 Einwohner*innen. Westerfilde gilt bei vielen, auch durch die mediale Darstellung der Nazis als aufstrebender sogenannter „Nazi Kiez“, ein Zustand den wir mit dem Start unserer Rundreise überprüfen wollten. Zwar haben wir einzelne Faschisten und Aufkleber im Viertel gesichtet, allerdings gab es keine organisierten Störungsversuche. Damit wollen wir nicht das Problem in Frage stellen, dass es definitiv faschistische Umtriebe im Viertel gibt. Sondern dazu beitragen ein möglichst realistisches Bild der Zustände zu zeichnen und dazu zu ermutigen, auch in problematischeren Vierteln, aktiv zu werden.

Anarchismus in Dortmund Rundreise

Was ist die Idee hinter der Rundreise? Wir wollen gezielt in möglichst allen Vierteln in Dortmund mindestens eine Veranstaltung organisieren. Wir finden es natürlich gut, dass es in der Dortmunder Nordstadt eine recht stabile linksradikale und anarchistische Bewegung gibt. Allerdings halten wir es für problematisch wenn sich ein Großteil unserer Aktivitäten nur noch auf ein Viertel beschränkt. Im Idealfall wollen wir möglichst in allen Vierteln Dortmunds handlungsfähige anarchistische Lokalstrukturen aufbauen. Denn klar ist auch, dass den Kampf in andere Viertel zu tragen langfristig nur mit einer lokalen Verankerung funktioniert. Ein Kernpunkt der anarchistischen Idee ist es sich möglichst dezentral zu formieren, weshalb eine Verankerung in vielen Vierteln strategisch notwendig ist.

Straße für Straße – nehmt euch die Stadt!

Anarchistische Gruppe Dortmund in Zusammenarbeit mit weiteren Anarchist*innen aus Dortmund


Auf unserem Weg durchs Viertel konnten wir sogar einige Tags entdecken

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Köln, Diskussion: Parlamentswahlen – Ausdruck der Volkssouveränität oder Verschleierung unserer Ohnmacht? http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/08/koeln-diskussion-parlamentswahlen-ausdruck-der-volkssouveraenitaet-oder-verschleierung-unserer-ohnmacht/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/08/koeln-diskussion-parlamentswahlen-ausdruck-der-volkssouveraenitaet-oder-verschleierung-unserer-ohnmacht/#comments Fri, 08 Dec 2017 12:32:31 +0000 Administrator Ankündigungen Theorie Gruppen AGDo http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/08/koeln-diskussion-parlamentswahlen-ausdruck-der-volkssouveraenitaet-oder-verschleierung-unserer-ohnmacht/

14.12. ab 19.00 Uhr an der Universität zu Köln, Alte Mensa, Raum C.

Vor jeder Wahl liegen uns Politiker*innen, Journalist*innen und Lehrer*innen in den Ohren; sie preisen die Vorzüge der Demokratie und versuchen, uns mit Wahl-O-Maten und anderem pädagogischen Schnickschnack zu überzeugen, doch unbedingt von unserem demokratischen Recht Gebrauch zu machen und zur Wahl zu gehen. Wenn wir sagen, dass uns das alles nicht interessiert, werden sie moralisch und behaupten, dass wir uns nicht beschweren dürften, wenn wir nicht mitmachten. Zuweilen werfen sie uns sogar vor, wir persönlich seien durch unsere Wahlenthaltung schuld am Aufstieg der AfD, am Klimawandel, am Mangel an Kitaplätzen und was es sonst so an Problemen der Gegenwart gibt.

Diese Werbemaßnahmen und Vorwürfe nützen freilich wenig. Wir sind beileibe nicht die einzigen, die dem Wahlspektakel wenig abgewinnen können. Große Teile der Bevölkerung sind zu der Überzeugung gelangt, dass es im Grunde egal ist, wen sie wählen, weil „die da oben ja ohnehin machen, was sie wollen.“ Auch diejenigen, die noch zur Wahl gehen, tun das in der Regel nicht aus Begeisterung für eine bestimmte Partei, sondern um „das größere Übel“ zu verhindern oder einfach, um überhaupt etwas getan zu haben. Bei Umfragen darüber, welchen Berufsgruppen die Menschen am meisten vertrauen, belegen Politiker*innen seit Jahren regelmäßig den letzten Platz. Politikwissenschaftler*innen warnen besorgt von einer „Legitimationskrise der Demokratie“.

Offenbar wird das Märchen von der „Volkssouveränität“, also der Selbstbestimmung, die dem Volk in der Demokratie zukommen soll, immer weniger geglaubt; zumindest ahnen viele, dass Demokratie keineswegs bedeutet, dass sie in ihrem persönlichen Alltag „souverän“ sind, sprich selbst bestimmen können, wie sie leben möchten. Politische Wahlen sind im Grunde nur eine von vielen Scheinalternativen, zwischen denen wir uns ständig entscheiden sollen: CDU oder SPD, Saturn oder Media Markt, O 2 oder Vodafone, ein Jura- oder ein Soziologiestudium – Wahlmöglichkeiten, wohin man sieht, aber nirgendwo Freiheit.

Aber warum ist das eigentlich so?

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Dortmund: Unangemeldeter anarchistischer Infostand in der Dortmunder Innenstadt zum Thema Rechtsruck http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/04/unangemeldeter-anarchistischer-infostand-in-der-dortmunder-innenstadt-zum-thema-rechtsruck/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/04/unangemeldeter-anarchistischer-infostand-in-der-dortmunder-innenstadt-zum-thema-rechtsruck/#comments Mon, 04 Dec 2017 14:55:12 +0000 Administrator Aktionen Gruppen AGDo http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/04/unangemeldeter-anarchistischer-infostand-in-der-dortmunder-innenstadt-zum-thema-rechtsruck/

Am 30.11. gab es in der Dortmunder Innenstadt einen anarchistischen unangemeldeten Infostand von unserer Gruppe zum Thema „Was tun gegen den Rechtsruck?“. Schwerpunktmäßig verteilten wir die Zeitung von der Analyse & Krtik mit dem Titel „Was tun gegen die AFD?“.

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Ruhr-Uni Bochum – 24.01.2018: Anarchistisches Kennenlerntreffen http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/04/ruhr-uni-bochum-24-01-2018-anarchistisches-kennenlerntreffen/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/04/ruhr-uni-bochum-24-01-2018-anarchistisches-kennenlerntreffen/#comments Mon, 04 Dec 2017 11:15:28 +0000 Administrator Allgemein Gruppen SRUB http://afrheinruhr.blogsport.de/2017/12/04/ruhr-uni-bochum-24-01-2018-anarchistisches-kennenlerntreffen/ Auch dieses Mal gibt es wieder zwei Einladungen zu unserem Kennenlerntreffen.

Entschlossen in Richtung Revolution

Der Wunsch nach Veränderung

Würdest du dir ein anderes Zusammenleben wünschen, in dem du über dein Lernen, Lieben und Arbeiten entscheidest? Bist du für eine Welt, in der alle Menschen sich frei bewegen können? Träumst davon, dass niemand anderen gehorchen muss und alle Menschen gleichwertig sind? Angesichts des katastrophalen Kurses unserer Welt ist dies keine Utopie, sondern eine notwendige Veränderung, die sofort beginnen muss. Faschismus, Nationalismus, Klimawandel, Umweltzerstörung und Armut warten nicht und wie zahlreiche Klimakonferenzen und G-20-Gipfel gezeigt haben, werden die Probleme dieser Welt nicht von Politiker*innen oder Staaten beseitigt werden. Du entscheidest, ob du der utopischen Hoffnung anhängen willst Autoritäten würden unsere Probleme lösen oder selbst handelst, auch wenn das wie eine gewaltige Herausforderung erscheinen mag.

Soziale Revolution – Jetzt gemeinsam handeln

Doch du bist nicht allein. Wir wollen nicht länger warten und glauben, dass angesichts der Katastrophen, welche das bestehende System schafft, unsere Zukunft davon abhängt, eine Alternative zu schaffen. Den Institutionen Kapitalismus, Staat, Universität und auch allem anderen, was auf Herrschaft beruht, möchten wir etwas komplett anderes entgegensetzen. Allgemein sind das Selbstbestimmung, freie Vereinbarung, Dezentralität, Solidarität und Gleichwertigkeit. Konkret bedeutet es, dass wir z.B. Bildungskurse organisieren, in denen wir selbst bestimmen was die Inhalte sind und voneinander und miteinander lernen, ohne den Zwang von Noten. Diese sollen auch helfen uns die Fähigkeiten anzueignen, die wir für die Organisation einer revolutionären Bewegung und eines selbstbestimmtes Lebens brauchen. Oder wir verteilen veganes Essen gegen Spende, um Kapitalismus und Klimawandel zu bekämpfen indem wir Solidarität und Ressourcenschonung vorleben.
Das wirkt wie vereinzeltes Handeln, aber wir sind Teil einer globalen Bewegung, die sich Anarchismus nennt. Anarchist*innen glauben, dass Macht über Andere immer korrumpiert und jede*r, die*der herrscht, gezwungen ist vor allem ihre*seine Macht zu erhalten, daher organisieren wir uns ohne Anführer*innen. Außerdem lehnen wir Parteien und die Beteiligung an Wahlen ab, denn auch die Hierarchien und Zwänge in Parlamenten und Parteien korrumpieren und verhindern freiheitliche Veränderungen. Wir wollen uns auch den Staat und seinen Zwangsapparat nicht zu eigen machen, denn zu Selbstbestimmung können Menschen nicht gezwungen werden. Falls du mit uns an einer revolutionären Änderung der Welt arbeiten willst, komm zum anarchistischen Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni am Mittwoch, den 24.01.2018 um 18.00 Uhr vor der Cafeteria von Gebäude GB.

Kämpfe an die Uni tragen

Oft wirkt die Universität wie ein unpolitischer Raum, wo sich nicht viel ändern lässt und keine Perspektiven für emanzipatorische Politik bestehen. Auch kritische Menschen haben häufig kaum Ansatzpunkte, um hier aktiv ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen anstatt sich für ein zukünftiges Berufsleben zurichten zu lassen.
Daher laden wir als Schwarze Ruhr-Uni auch dieses Semester wieder zu einem anarchistischen Kennlerntreffen, wo wir unsere Gruppe vorstellen. Dort wollen wir Interessent*innen an antiautoritärer Politik die Möglichkeit bieten sich auszutauschen und kennenzulernen. Wir möchten Möglichkeiten erschließen, wie wir, im Alltag und an der Uni, Widerstand gegen die vielen Unterdrückungsformen, die uns überall umgeben, leisten können: Rassistische Hetze auf den Straßen und in den Parlamenten, die mörderischen Grenzregime auf aller Welt, tief in der Gesellschaft verankerter Sexismus und Queerfeindlichkeit, prekäre Lebenslagen von schlechtbezahlten und erwerbslosen Menschen….
Probleme gibt es also genug und auch die Uni bleibt hier keineswegs außen vor: Naturwissenschaften schaffen Wissen, Technik und Arbeitskräfte für Militär und Geheimdienste. Lehrämtler*innen müssen zwangsweise autoritäre und interessentötende Methoden lernen und anwenden. In den Geisteswissenschaften werden Herrschaftsmechanismen naturalisiert und legitimiert. Und die besten Arbeitsbedingungen bietet so eine Universität natürlich auch nicht. Daneben dann auch noch der ganze Stress mit Klausuren und Prüfungsleistungen, Studienverlaufsplänen und BaFöG… Doch auch Lernen geht besser, Wissenschaft kann kritisch sein und Arbeitskämpfe können auch hierher getragen werden.
Ihr seht: Es gibt viel zu tun und zu diskutieren. Wenn ihr also Lust auf kritische Auseinandersetzung und radikale Politik habt, kommt vorbei, tauscht euch aus, werdet aktiv; wir freuen uns auf euch.
Zeit: Mittwoch – 24.01.2018 – 18.00 Uhr
Ort: Vor der Cafeteria von Gebäude GB an der Ruhr-Uni

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