Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr http://afrheinruhr.blogsport.de Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr Wed, 09 Dec 2020 14:19:12 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Anarchistische Lebensmittelhilfe – Spendenaufruf: Geld, Jacken&Decken und Tüten http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/12/09/anarchistische-lebensmittelhilfe-spendenaufruf-geld-jackendecken-und-tueten/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/12/09/anarchistische-lebensmittelhilfe-spendenaufruf-geld-jackendecken-und-tueten/#comments Wed, 09 Dec 2020 14:19:12 +0000 Administrator Allgemein http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/12/09/anarchistische-lebensmittelhilfe-spendenaufruf-geld-jackendecken-und-tueten/

Wir brauchen dringend mehr Geld.

Um unsere Aktivitäten wie bisher fortzusetzen brauchen wir mindestens 50 Euro im Monat, bisher erhalten wir durch Spenden leider nur 20 Euro. Unsere nächste Lieferung ist für kommende Woche geplant, auf jeden Fall würden wir gerne vor Weihnachten wieder Menschen versorgen. Deshalb bitten wir euch dringend um weitere Spenden. Die Spenden fließen ausschließlich in Lebensmittel, alle anderen Kosten werden von uns oder Freund*innen getragen.

Wenn wir stabil 50 Euro im Monate haben wäre unser nächstes Ziel 200-300 Euro, um die Lieferungen ausweiten zu können. Außerdem planen wir dann an einem Ort in Bochum und einen in Dortmund eine Verteilstelle einzurichten. Aktive dafür sind wir bereits ausreichend und Orte, die wir anfragen können haben wir bereits herausgesucht. Das wir auch in Dortmund Menschen versorgen wollen hat mit den Hintergrund, dass viele Obdachlose Menschen aufgrund der größtenteils in Bochum geschlossen Notschlafstellen nach Dortmund ausgewichen sind.

Jacken&Decken

Bei unseren nächsten Verteilaktion möchten wir auch Jacken und warmen Decken verteilen. Dafür sammeln wir über den Bochumer Kostnixladen. Decken und warme Winterjacken. Wenn ihr Jacken oder Decken abgeben mögt bringt sie bitte zu den Öffnungszeiten zum Laden und sagt, dass sie für die Verteilaktion zurückgelegt werden sollen. Der Laden ist in der Dorstenerstrase 37 und hat momentan Dienstags (15.00 bis 18.00 Uhr), Mittwochs, (15.00 bis 18.00 Uhr), Sonntags (15.00 bis 19.00 Uhr) geöffnet.

Tüten

Um keinen Neuen kaufen zu müssen bitten wir, um die Spende von sauberen Plastik und Papiertüten. Die Tüten könnt ihr ebenfalls im Laden abgeben.

Helfen uns bekannter zu machen

Darüber hinaus hilft es auch sehr, wenn das Projekt bekannter wird. Dafür gibt es jetzt Plakate bzw. Flyer, die sowohl in A4 als auch in A3 ausgedruckt und aufgehängt werden können.

Die Plakate können per Klick auf das nachfolgende PDF runter geladen werden: AnarchistischeLebensmittlhilfeplakat2.pdf

Mitmachen

Wir können gerade wegen des Lockdowns aus Sicherheitsgründen nicht zu öffentlichen Treffen einladen, planen dies aber für nach dem Lockdown wieder, um Menschen ohne Internet auch die Möglichkeit zu geben mitzumachen. Wer sich momentan an dem Projekt beteiligen will kann sich per E-Mail an alhbo(at)riseup.net melden.

Quelle.

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/12/09/anarchistische-lebensmittelhilfe-spendenaufruf-geld-jackendecken-und-tueten/feed/
Schwarze Ruhr-Uni:Online-Vortrag: Jenseits von Staat, Kapitalismus und Patriarchat – Anarchismus eine Einführung veröffentlicht http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/10/20/schwarze-ruhr-unionline-vortrag-jenseits-von-staat-kapitalismus-und-patriarchat-anarchismus-eine-einfuehrung-veroeffentlicht/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/10/20/schwarze-ruhr-unionline-vortrag-jenseits-von-staat-kapitalismus-und-patriarchat-anarchismus-eine-einfuehrung-veroeffentlicht/#comments Tue, 20 Oct 2020 21:54:00 +0000 Administrator Allgemein Gruppen SRUB http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/10/20/schwarze-ruhr-unionline-vortrag-jenseits-von-staat-kapitalismus-und-patriarchat-anarchismus-eine-einfuehrung-veroeffentlicht/

Wir haben unseren Vortrag: Jenseits von Staat, Kapitalismus und Patriarchat – Anarchismus eine Einführung beim anarchistischen Videoprojekt Kolektiva.media veröffentlicht:

Jenseits von Staat, Kapitalismus und Patriarchat – Anarchismus eine Einführung

Das Wort Anarchie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Herrschaftsfreiheit. Einst die stärkste sozialistische Strömung, wurde der Anarchismus von Faschismus, Staatssozialismus und staatlicher Demokratie bis zum Ende der 1930er–Jahre fast vollständig ausgelöscht. Aufgrund ihrer Beteiligung an der neuen Welle weltweiter Aufstände wird die anarchistische Bewegung nun wieder sichtbarer. Auch die Herrschenden erkennen wer soziale Bewegungen und die Kämpfenden in Aufständen gegen sie unterstützt, egal ob liberal, konservativ oder faschistisch – alle sind in ihre Feindschaft dem Anarchismus gegenüber miteiander verbunden. Wir wollen die Gunst der Stunde nutzten, um die Frage Vieler zu beantworten was Anarchismus überhaupt ist und worin er sich von anderen Theorien und Bewegungen (vor allem der staatlichen Linken) unterscheidet? Warum lehnen Anarchistinnen Kapitalismus und Staat ab? Weshalb sind Herrschaft und Hierarchien die grundsätzliche Ursache vieler Probleme unserer Welt? Und wieso sind Revolutionen, die den Staat nutzen wollen, um die Welt zu verbessern zum Scheitern verurteilt? Diese und weitere Fragen sollen im Vortrag beantwortet werden, denn angesichts der globalen Lage ist nichts gefährlicher als den Kopf in den Sand zu stecken und auf eine Rückkehr der „Normalität“ zu hoffen.

Das Handout zum Vortrag (inklusive weiterführender Literatur) findet ihr hier.
Außerdem haben wir inzwischen auch einen eigenen Twitteraccount. Dieser wurde vorallem aufgrund der Corona-Situation erstellt. Uns wäre es am liebsten, wenn ihr euch weiterhin hauptsächlich über unseren Blog und/oder per Newsletter (E-Mail mit Betreff: „Newsletter“ an schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net) informieren würdet, weil wir nicht von Unternehmen abhänging sein wollen. Wir ihr vielleicht mitbekommen habt, wurden vor Kurzem zahlreiche anarchistische und antifaschistische Account von Facebook gelöscht/zensiert.

 

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/10/20/schwarze-ruhr-unionline-vortrag-jenseits-von-staat-kapitalismus-und-patriarchat-anarchismus-eine-einfuehrung-veroeffentlicht/feed/
BOCHUM: Gründungsaufruf: Anarchistische Lebensmittelhilfe http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/08/11/bochum-gruendungsaufruf-anarchistische-lebensmittelhilfe-2/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/08/11/bochum-gruendungsaufruf-anarchistische-lebensmittelhilfe-2/#comments Tue, 11 Aug 2020 20:04:11 +0000 Administrator Allgemein Ankündigungen http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/08/11/bochum-gruendungsaufruf-anarchistische-lebensmittelhilfe-2/ Gründungstreffen Die Pandemie und die damit einhergehende „Wirtschaftkrise“, macht zahlreiche Arme noch ärmer und bringt andere in die Armut. Auch die bereits bestehende Ordnung nimmt Vielen, die notwendigen Ressourcen um ein anständiges Leben zuführen. Sich weiter auf die Versorgung durch Staat und Unternehmen zu verlassen ist eine naive Träumerei, es ist an der Zeit die (Lebensmittel-) [...]]]>
>

Gründungstreffen

Die Pandemie und die damit einhergehende „Wirtschaftkrise“, macht zahlreiche Arme noch ärmer und bringt andere in die Armut. Auch die bereits bestehende Ordnung nimmt Vielen, die notwendigen Ressourcen um ein anständiges Leben zuführen. Sich weiter auf die Versorgung durch Staat und Unternehmen zu verlassen ist eine naive Träumerei, es ist an der Zeit die (Lebensmittel-) Versorgung in Bochum selbst zu organisieren.
Unsere Idee ist es Spenden einzusammeln, davon (vegane) Lebensmittel zu kaufen und diese anschließend an Menschen, die sie benötigen, zu verteilen. Während der Pandemie ist unser Vorschlage dies in Form von Lieferungen an die Haustür oder andere Lebensorte zu machen, danach vielleicht über eine zentrale Verteilstelle.
Am Donnerstag, den 27.08.2020  um 19.00 Uhr wollen wir uns mit allen Menschen treffen, die sich an diesem Projekt beteiligen wollen. Treffpunkt ist Neben dem Eingang der Stadtbücherei (Gustav-Heinemann-Platz 2-6) wo wir überdacht, aber draußen sitzen können. Mit dieser Ortswahl möchten wir mögliche Ansteckungen mit dem Virus verhindern. Beim Treffen wollen wir auf Abstand achten und wir bitte alle, denen es möglich ist, Maske zu tragen. Wer bequemer sitzen will kann sich gerne ein Sitzkissen mitbringen.

Unterstützung – Spendenkonto gesucht

Da wir auf Spendengelder angewiesen sind, suchen wir als allererstes einen Initiative/Gruppe/Verein, die uns ein Spendenkonto zur Verfügung stellt. Ansonsten wird es schwierig genug Spenden für den Einkauf zu bekommen. Einen eigenen Verein für das Konto zu gründen und ein Konto einzurichten würde mehrere Monate dauern.
Falls ihr uns ein Konto zur Verfügung stellen könnt, kontaktiert uns bitte per Mail an: alhbo(at)riseup.net. Wir werden alle Ausgaben (Einkäufe) belegen können und euch die Belege zur Verfügung stellen. Die Spenden werden ausschließlich für Lebensmittel verwendet (und falls von einzelnen Spender*innen gewünscht für Infomaterial) Mögliche Kontoführungsgebühren übernehmen wir selbstverständlich.
Wenn ihr vorab Geld spenden möchte, bringt es bitte zum Gründungstreffen mit. Außerdem könnt ihr uns gerne kontaktieren, falls ihr größere Mengen frischer oder haltbarer Lebensmittel zur Verfügung stellen könnt.

Warum wir ein anarchistisches Projekt sein wollen

Wir wollen ausdrücklich ein anarchistisches Projekt sein, weil wir uns gegen jede Form von Herrschaft und Unterdrückung richten wollen. Anarchie ist griechisch und bedeutet ohne Herrschaft, Anarchismus ist also eine Bewegung mit dem Ziel jede Herrschaft abzuschaffen. Falls ihr noch nie mit Anarchismus in Berührung gekommen seid, könnt ihr hier ein kleines Einführungsvideo sehen.
Wichtig ist für uns außerdem, dass unser Projekt im Konsens und/oder durch autonome Aufteilung entscheiden soll und nicht nach Mehrheitsprinzip, um zu verhindern das Minderheiten unterdrückt werden. Alles weitere (außer den anarchistischen Grundkonsens) entscheiden wir beim Gründungstreffen dann gemeinsam. Hinzukommt, dass wir sowohl gegen Sozialstaat als auch Sozialhilfe sind (näheres dazu im nächsten Abschnitt). Wir wollen miteinander eine andere Welt aufbauen, nicht Almosen verteilen und würden uns freuen, wenn sich auch Menschen an dem Projekt beteiligen, die auf gegenseitige Hilfe angewiesen sind. Auch wir sind nicht wohlhabend und sind wirtschaftlich auf Selbstorganisation angewiesen. Selbstverständlich müsst ihr keine Anarchist*innen sein, um mitzumachen, nur mit unseren Werten und Zielen kein Problem haben.

Die Krise werden – gegen Sozialstaat und Sozialhilfe

Der Staat hat durch seine Schaffung von Eigentum, vor allem am Boden, und der damit einhergehenden Enteignung der ländlichen Bevölkerung, erst die Bedingungen geschaffen, die Millionen zu Lohnabhängigen machten und ihnen die Mittel genommen sich selbst und ihre Gemeinschaften mit Nahrung zu versorgen. Heute verwaltet der Staat Armut, enteignet weiterhin die Ärmeren (z.B. im Rheinland für RWE) und seine Polizei unterdrückt, alle, die sich nicht an diese Ordnung halten.
Manche glauben trotzdem an den sogenannten Sozialstaat, doch alle seine „Absicherungen“ sind angeeignet: Arbeiter*innen, Handwerk*innen, Bäuer*innen haben sich schon immer selbstorganisiert und gegenseitig abgesichert. Hauptzweck des Sozialstaates war und bleibt die Verhinderung von Aufständen, die Staat und Kapitalismus zerstören könnten und damit den Ursachen von Armut ein Ende setzen würden. Der Sozialstaat entwürdigt außerdem die Menschen und kontrolliert sie permanent. Anträge auszufüllen, um zu überleben macht Menschen zu Verwaltungsobjekten, nicht zu selbstbestimmten Wesen. Viele der Ressourcen, die sozialstaatliche Almosen möglich machen, kommen zudem auf der kolonialen Ausbeutung eines großteils der Weltbevölkerung.
Menschen zu unterstützen muss für uns immer heißen, den Widerstand gegen das bestehende System voranzutreiben, deshalb wollen wir neben Lebensmittel auch inhaltliches Material, mit weitergehenden (revolutionären) Perspektiven verbreiten und eventuell auch Flyer für Veranstaltungen beilegen. Außerdem verstehen wir unser Projekt als einen (kleinen) Bausteinen lokaler und weltweiter anti-autoritärer und anarchistischer Bewegungen, nicht als vereinzelte Form der Sozialhilfe.
Außerstaatliche Sozialhilfe wie z.B. die Tafeln setzt die bestehende Ordnung fort und stabilisieren sie teilweise indem sie Menschen Almosen geben aber die Abhängigkeit von Unternehmen und Stadt oder reichen Spender*innen weiterführen. Es fehlt die weitergehende Perspektive, nämlich Macht und Ressourcen so dezentral zu verteilen, dass niemand andere in die Armut zwingen kann. Und bei Organisationen wie der Tafel müssen Menschen ihre Bedürftigkeit nachweisen (wie bei Ämtern) bzw. müssen teils noch Gebühren zahlen, um Unterstützung zu bekommen. Beides soll es bei uns nicht geben. Abschließend ist es uns wichtig, dass Arme nicht nur die Reste unsere Gesellschaft bekommen (wie z.B. beim Foodsharing*), sondern die gleichen Produkte wie Reichere.

Wie geht es weiter?

Nach dem Gründungstreffen werden wir auf unserem Blog weitere Informationen veröffentlichen. Wir wollen dann möglichst schnell mit der ersten Lebensmittellieferung beginnen. Falls ihr später mit machen wollt, könnt ihr uns jederzeit per Mail an alhbo(at)riseup.net ereichen.
Auf in eine Gesellschaft/Gesellschaften ohne Hunger, Armut und Herrschaft!

*Das trotzdem ein sinnvolles Projekt ist.

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/08/11/bochum-gruendungsaufruf-anarchistische-lebensmittelhilfe-2/feed/
BOCHUM: 27.06.2020 Demo gegen Rassismus, die Polizei und ihre Gewalt – Für eine Ende der Polizei und des globalen rassistischen, kolonialen Systems! http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/06/26/bochum-27-06-2020-demo-gegen-rassismus-die-polizei-und-ihre-gewalt-fuer-eine-ende-der-polizei-und-des-globalen-rassistischen-kolonialen-systems/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/06/26/bochum-27-06-2020-demo-gegen-rassismus-die-polizei-und-ihre-gewalt-fuer-eine-ende-der-polizei-und-des-globalen-rassistischen-kolonialen-systems/#comments Thu, 25 Jun 2020 23:52:52 +0000 Administrator Allgemein Gruppen SRUB http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/06/26/bochum-27-06-2020-demo-gegen-rassismus-die-polizei-und-ihre-gewalt-fuer-eine-ende-der-polizei-und-des-globalen-rassistischen-kolonialen-systems/

Weltweit (auch in Deutschland z.B. in Stuttgart) kommt es gerade zu Aufständen gegen die rassistische, koloniale Ordnung und die Polizei, welche grundsätzlicher Teil dieser ist. Am Samstag, den 27.06.2020  wird es in Bochum eine Demo gegen Rassismus, die Polizei und ihre Gewalt  geben. Startpunkt der Demo ist um 14.00 Uhr vor dem Bergbaumuseum. Sie wird von verschiedenen Gruppen organisiert.  Wir rufen auf sich an ihr zur beteiligen und nicht nur für vermeidliche Reformen der Polizei zu demonstrieren, sondern gegen die Polizei und die Ordnung, die sie aufrechterhält, an sich.
Die Herrschaft des Staates, insbesondere die europäischen und amerikanischen Demokratien, basiert auf der Jahrhunderte langen Plünderung afrikanischer Gesellschaften, der millionenfachen Versklavung von Schwarzen und anderen People of Color, sowie den Massenmord an der Bevölkerung Süd- und Nordamerikas. Bis heute Leben wir in einer kolonialen Gesellschaft, der vermeintliche „selbsterarbeiteter“ Reichtum basiert weiterhin auf der Plünderung an Rohstoffen und Menschen, z.B. für die Handyproduktion. Deutschland und insbesondere seine Wirtschaft profitieren neben der außereuropäischen auch von innereuropäischer Ausbeutung und einer rassistischen Ordnung. Ganz aktuell sehen wir das anhand der Situation in den deutschen Schlachthöfen. Dort arbeiten vor allem Menschen aus Osteuropa: Sinti, Roma und Slaw*innen, Gruppen die bereits während der Naziherrschaft millionenfach in Arbeitslagern für die deutsche Wirtschaft schuften mussten (und zu hunderttausenden ermordet wurden). Sie verarbeiten das Fleisch, welches nur so massenhaft produziert werden kann, weil woanders indigenes Land gestohlen wird und dabei beispielsweise Regenwälder gerodet werden.
Die globale Pandemie, Rassismus, Klimawandel, staatlich-kapitalistische Ausbeutung und die Polizei sind nicht unabhängig von einander, sondern Ausdruck der gleichen Katastrophe.
Wir werden die rassistische Ordnung nicht überwinden können ohne die zentralen Institutionen dieser wie die Polizei, den Staat, den Kapitalismus zu überwinden.
Weiße haben die Verantwortung aktiv gegen diese Ordnung aufbegehren und dieser ein Ende zu setzen. Deshalb kommt am Samstag zur Demo. Wir haben keine Forderungen zu stellen, außer diesem rassistischen System und unserer eigenen Mittäter*innenschaft darin ein Ende zu setzen.
Denkt daran, dass Masken andere vor Infektion schützen – und euch vor Repression. Hier noch ein paar Ideen wie wir in diese Richtung kommen: Konkrete Vorschläge und Analysen Abschaffung der Polizei findet ihr in dem Text: Wie werden wir weitere Morde durch die Polizei verhindern?  und der Broschüre For a World Without Police. Einige Mythen über die Polizei arbeitet Sieben Mythen über die Polizei auf.

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/06/26/bochum-27-06-2020-demo-gegen-rassismus-die-polizei-und-ihre-gewalt-fuer-eine-ende-der-polizei-und-des-globalen-rassistischen-kolonialen-systems/feed/
Witten, Fr. 27. März: Schwarzer Tresen http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/02/09/witten-fr-27-maerz-schwarzer-tresen-maerzrevolution-1920/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/02/09/witten-fr-27-maerz-schwarzer-tresen-maerzrevolution-1920/#comments Sun, 09 Feb 2020 10:34:21 +0000 Administrator Ankündigungen Gruppen AGÖR http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/02/09/witten-fr-27-maerz-schwarzer-tresen-maerzrevolution-1920/ Märzrevolution 1920
[Foto: Gedenkstein Kapp-Putsch, Kommunalfriedhof Heven, Witten; Inschrift: „Im Kampfe für die Freiheit gefallen – Das Leben nahmen sie, aber nicht die Freiheit“; Es ist dunkel. Zwei rote Grablichter stehen auf dem Grab.]

Die Veranstaltung fällt leider wegen der aktuellen Situation aus!

Am 13. März 1920 putschte das deutsche Militär unter Führung von Kapp und Lüttwitz gegen die Republik. Als Reaktion darauf begann ein Generalstreik, der den Putsch zusammenbrechen ließ. Die Wittener Arbeiterschaft engagierte sich entschlossen im Streik und im nachfolgenden Aufstand.

An Hand einiger Beispiele wird beschrieben, in welcher Situation sich die Wittener Arbeiterschaft zwischen März 1919 und März 1920 befand: Wie waren ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen? Welche sozialen und politischen Auseinandersetzungen fanden statt? In welchen Parteien und Gewerkschaften organisierte sich die Arbeiterschaft? Bezugspunkt der Betrachtungen ist Janhagel, wie „der Pöbel“ oder „das Lumpenproletariat“ damals oft verächtlich genannt wurde.

Fr. 27. März 2020, 19:00 Uhr, Trotz Allem, Witten, Wideystraße 44

Literatur in der Gustav-Landauer-Bibliothek

[Cover „Märzrevolution im Ruhrgebiet“]

[Cover „Krieg ohne Waffen?“]

[Cover „Die deutsche Revolution 1918/1919“]

[Cover „Leben ohne Chef und Staat“]

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/02/09/witten-fr-27-maerz-schwarzer-tresen-maerzrevolution-1920/feed/
BOCHUM: Freund*innen brauchen eure Unterstützung – Spendenaufruf des Bochumer Kostnixladens http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/01/23/bochum-freundinnen-brauchen-eure-unterstuetzung-spendenaufruf-des-bochumer-kostnixladens/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/01/23/bochum-freundinnen-brauchen-eure-unterstuetzung-spendenaufruf-des-bochumer-kostnixladens/#comments Thu, 23 Jan 2020 12:11:42 +0000 Administrator Gruppen SRUB http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/01/23/bochum-freundinnen-brauchen-eure-unterstuetzung-spendenaufruf-des-bochumer-kostnixladens/

Unsere Freund*innen vom Bochumer Kostnixladen brauchen finanzielle Unterstützung für den Betrieb des Ladens. Wir rufen auf Sie durch Geldspenden zu unterstützen. Im Kostnixladen findet u.a. ein Lesekreis und Bildungskurs von uns statt. Darüber ist der Laden ein wichtiges antiautoritäres Projekt, das Ansätze davon zeigt wie eine eigentumslose Gesellschaft funktionieren kann, Arme im Alltag unterstützt und einen Treffpunkt für die Menschen im Stadtteil bietet. Hier der Spendenaufruf des Ladens:
„Auch bei uns als solidarwirtschaftlichen Projekt fallen leider einige Kosten wie z.B. Nebenkosten oder Renvierungsarbeiten, an. Nachdem wir nun einen eigenen Verein gegründet haben, möchten wir einen Aufruf mit der Bitte um Spenden an Euch richten. Da wir als unabhängiges Projekt momentan keine Gelder von Stadt oder Unternehmen bekommen, sind wir auf Spenden angewiesen, um den Betrieb des Ladens zu gewährleisten. Spendet bittet was ihr mögt auf folgendes Konto (gerne auch als Dauerauftrag monatlich):

IBAN: DE34 4306 0967 1044 6225 00

Begünstigter: Kostnixladen e.V.

Da wir nicht bisher nicht gemeinnützig sind, das entscheidet das Finanzamt, können wir leider keinen Spendenquittungen ausstellen. Wer regelmäßig etwas zur finanziellen Basis des Ladens beitragen möchte kann auch Mitglied im Verein werden. Meldet euch diesbezüglich bitte bei einem unserer Plena, die jeden 2. und 4. Sonntag um 16.00 Uhr stattfinden.“

 

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/01/23/bochum-freundinnen-brauchen-eure-unterstuetzung-spendenaufruf-des-bochumer-kostnixladens/feed/
Witten, Fr. 28. Februar: Schwarzer Tresen http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/01/17/witten-fr-28-februar-schwarzer-tresen/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/01/17/witten-fr-28-februar-schwarzer-tresen/#comments Fri, 17 Jan 2020 17:58:35 +0000 Administrator Ankündigungen AGÖR http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/01/17/witten-fr-28-februar-schwarzer-tresen/ Von der Demokratie zur Freiheit: Der Unterschied zwischen Regierung und Selbstbestimmung
[Foto: Graffiti: Our dreams cannot fit in their ballot boxes]

Der Schwarze Tresen muss leider wegen einer Erkrankung der referierenden Person ausfallen.

Demokratie ist das allgemeingültigste politische Ideal unserer Zeit. Die AfD will sie in ihrer unmittelbaren Form, der deutsche Staat berief sich auf sie, um den Widerstand gegen den G20-Gipfel zu verfolgen, und auch linke Bewegungen fordern sie immer wieder ein. Von der Demokratischen Volksrepublik Korea bis zur autonomen Region Rojava nennt sich praktisch jede Regierung und jede Bewegung demokratisch. Aber was ist das Heilmittel für die Probleme der Demokratie? Alle sind sich einig: Mehr Demokratie.

Seit der Jahrtausendwende haben wir eine Vielzahl neuer Bewegungen gesehen, die versprachen, echte Demokratie zu verwirklichen, im Gegensatz zu den scheinbar demokratischen Institutionen, die sie als ausschließend, einschränkend und entfremdend bezeichneten. Gibt es einen roten Faden, der all diese verschiedenen Formen von Demokratie verbindet? Welche von ihnen ist die wahre Demokratie? Kann eine von ihnen die Inklusivität und Freiheit bringen, die wir mit dem Wort verbinden? Oder müssen wir das, was wir anstreben wollen, als etwas gänzlich anderes sehen?

Fr. 28. Februar 2020, 19:00 Uhr, Trotz Allem, Wideystraße 44

Literatur in der Gustav-Landauer-Bibliothek

[Cover „Von der Demokratie zur Freiheit“]

[Cover „Demokratie ohne Grund – kein Grund für Demokratie?“]

[Cover „Anarchismus und Konsens“]

[Cover „Anarchie als Direktdemokratie“]

[Cover „Reasonable democracy“]
[Cover „Recht auf die Stadt“]

[Cover „Demokratietheorien“]

[Cover „Die Mainzer Republik und ihre Bedeutung für die parlamentarische Demokratie in Deutschland“]

[Cover „Die Agonie der Stadt“]

[Cover „Frei von Herrschaft“]

[Cover „Hier und Jetzt“]

[Cover „Der eindimensionale Mensch“]

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2020/01/17/witten-fr-28-februar-schwarzer-tresen/feed/
Witten, Fr. 31. Januar: Schwarzer Tresen http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/12/12/witten-fr-31-januar-schwarzer-tresen-kommune-niederkaufungen/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/12/12/witten-fr-31-januar-schwarzer-tresen-kommune-niederkaufungen/#comments Thu, 12 Dec 2019 13:45:46 +0000 Administrator Ankündigungen AGÖR http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/12/12/witten-fr-31-januar-schwarzer-tresen-kommune-niederkaufungen/ Kommune Niederkaufungen
[Foto: Blick vom Waldrand nördlich von Niederkaufungen über den Ort; viele Fachwerkhäuser, viele weiße Häuser, viele rote Ziegeldächer]

Ein Abend über die Kommune Niederkaufungen…

Eine kurze Vorstellung der Kommune die seit 1986 in Nordhessen existiert, in der 55 Erwachsene und 21 Kinder zusammen leben und arbeiten. Seit 33 Jahren wird dort möglichst hierachiefrei, gleichberechtigt, mit gemeinsamer Kasse und gemeinsamen Entscheidungen im Konsens ein Lebensmodell gelebt, das nach wie vor ein lebendiges Experiment ist. Siehe auch:

www.kommune-niederkaufungen.de

Neben der Vorstellung der Kommune ist Raum für viele Fragen, die diskutiert werden können:

  • Kommunenleben – ist das noch zeitgemäß?
  • Hierachiefreiheit – bleibt das eine Utopie?
  • Solidarisch nach innen und nach außen

und vieles mehr.

Zu Besuch kommt Patricia Saif, langjährige Kommunardin und politische Aktivistin, die gerne Vernetzungsaufgaben übernimmt.

Icon Facebook

Fr. 31. Januar 2020, 19:00 Uhr, Trotz Allem, Wideystraße 44

Ankündigungs-Video

Weitere Videos über die Kommune Niederkaufungen

Bücher in der Gustav-Landauer-Bibliothek

[Cover „Das Kommunebuch“]
[Cover „Neue Gemeinschaft. 1900–1902“]
  • Rolf F. Lang (Hrsg.):
  • Neue Gemeinschaft. 1900–1902
  • Die Zeitschrift der ersten Berliner Landkommune; ein Reprint
  • Berlin: Edition Friedrichshagen, 2011 (1. Auflage)
  • ISBN: 3-9806805-6-8
  • Signatur: invalid-47
  • Schlagworte: Anarchismus, Berlin, Gustav-Landauer-Sammlung, Kommune, Neue Gemeinschaft
  • Reihe: Edition Friedrichshagen (12)
  • 239 Seiten
  • Band I und II
[Cover „Utopische Kommunen in USA“]
]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/12/12/witten-fr-31-januar-schwarzer-tresen-kommune-niederkaufungen/feed/
Reading Group: Worshiping Power – An Anarchist View on early State Formation http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/11/03/reading-group-worshiping-power-an-anarchist-view-on-early-state-formation/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/11/03/reading-group-worshiping-power-an-anarchist-view-on-early-state-formation/#comments Sun, 03 Nov 2019 13:23:12 +0000 Administrator Allgemein http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/11/03/reading-group-worshiping-power-an-anarchist-view-on-early-state-formation/

”The question of how and why states were formed is the keystone of Western civilization’s creation mythology. Most readers will share my experience of having been brought up in a society where history begins with the appearance of the State. Anything outside its domain is a Dark Age, terra incognita, a savage and barbarian land. We are taught that communities created the hierarchical structures of territorial governance that would eventually solidify as states out of a need to organize more efficiently, to respond to natural disasters or population growth, to administer large-scale infrastructure, to defend against hostile outsiders, to protect individual rights through a social contract, or to regulate economic production and surplus value. All of these hypotheses are demonstrably false, yet we are continually indoctrinated to accept them, to keep us from grasping the predatory, parasitic, elitist, and completely unnecessary nature of the State. Official versions of the story of state formation can be triumphant, portraying the State as an escape from barbarism, or they can be cynical, acknowledging the State to be a continuation of human savagery, but at all costs we must believe that state formation was necessary to human progress and that states are an indispensable part of global society today.“ – Peter Gelderloos
The State is the least questioned institution of our society. School and university teach us of its necessity for keeping the social peace, while millions were and are slaughtered by states. Worshiping Power – An Anarchist View of Early State Formation by Peter Gelderloos is a brilliant anthropological study of the states formation and the resistance against it. Based on newest research the book tries to debunk the myths about states and give an comprehensive analysis on how they developed. In the reading group, our attempt is to explore why the state never was a tool for emancipation, its formations throughout history, and the ways states might have been fought off or destroyed.
We will meet twice monthly on every 1st and 3rd Sunday at 2.00 p.m. in the Kostnixladen (Freeshop) – Dorstenerstr. 37, Bochum. For our first session on November 17th, 2019, we’d like to use the book’s introduction as basis for discussion, so we’d kindly ask you to read that in advance. You can either buy the book or find a printable online version on anarchist library: theanarchistlibrary.org/library/peter-g… . The meetings will be held completely in English.

More information about the Schwarze Ruhr-Uni: schwarzerub.blackblogs.org

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/11/03/reading-group-worshiping-power-an-anarchist-view-on-early-state-formation/feed/
BO/DO – Radikale Bildungskurse: Wintersemester 2019/2020 http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/11/03/bodo-radikale-bildungskurse-wintersemester-20192020/ http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/11/03/bodo-radikale-bildungskurse-wintersemester-20192020/#comments Sun, 03 Nov 2019 13:14:13 +0000 Administrator Gruppen SRUB http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/11/03/bodo-radikale-bildungskurse-wintersemester-20192020/

Warum radikale Bildungskurse?

Wir wollen eine vollkommen andere Welt schaffen, in der jede*r über sich selbst bestimmt: Dafür braucht es aber bestimmtes Wissen und die Fähigkeit, sich dieses ohne Zwang anzueignen. Staatliche und kapitalistische Schulen, Universitäten und Ausbildungsorte trainieren uns diese durch ihre Hierarchien, Vorgaben, Prüfungen und Noten ab. Anstelle eines Angebotes aus dem wir frei wählen, geben uns Autoritäten wie das Bildungsministerium, Lehrer*innen und Dozent*innen vor, was wir lernen sollen.
Dies dient der Kontrolle unseres Wissens, z.B. ist die Geschichte der anarchistischen Bewegung und deren Erfolge vielen unbekannt. Auch praktisches Wissen, bespielsweise wie Nahrung angebaut oder verarbeitet wird, fehlt uns, so werden wir in zentralen Teilen des Lebens abhängig von hierarchischen Institutionen gehalten.
Wenn wir also eine Welt ohne Kapitalismus, Staat, Patriarchat und jede andere Herrschaft anstreben, müssen wir aus unserer eigenen Geschichte lernen und uns praktisch die Fähigkeiten aneignen, die uns selbst über unsere Leben bestimmen lassen. Deshalb organisieren wir dieses Wintersemester Kurse zum selbstbestimmten Lernen. Diese sind offen für alle Menschen, ob sie an der Ruhr-Uni studieren oder nicht. Eine Auflistung der Kurse findet sich im Nachfolgenden. Falls euch ein Thema fehlt und ihr mithelfen wollt, etwas zu organisieren, dann meldet euch bei uns.

Lasst uns mit neugierigen Lernen beginnen
und die Welt radikal verändern!

Containern, Kommunen und Kostnixläden: Alternative Lebensmöglichkeiten

Sein ganzes Leben lang, einen Großteil des Tages mit Arbeit verbringen, um sich ein Mindestmaß an Lebensstandard leisten zu können, um letzten Endes bei Grundsicherung auf den Tod zu warten. Kann das alles sein? Unsere Antwort ist nein. Dieser Kurs versucht Alternativen zu finden, daraus auszubrechen. Viele Gründe sprechen dafür, möglichst ungehorsam und selbstbestimmt zu leben. Das Leben hat mehr zu bieten als den Leistungszwang des Kapitalismus, die Hierarchien des Staates und die Normen des Patriarchats. Wir sollten uns nicht zufrieden geben mit einer “Work-Life-Balance” und einem “angemessenen Mindestlohn”, während die staatlich-kapitalistisch-patriarcharle Ordnung mit unserer Hilfe Millionen von Menschen tötet und die globalen Lebensgrundlagen zerstört.
Wir wollen Lebensweisen ausarbeiten, die unsere Abhängigkeiten von der bestehenden Ordnung und unsere Komplizenschaft bei deren Erhaltung zu reduzieren. Es geht um Konzepte wie mietfreies Wohnen, alternative Lebensmittelversorgung und kostenlosen Transport. Der Fokus des Kurses ist praxisorientiert und liegt auf den konkreten Alternativen innerhalb von urbanen Räumen. Aktivitäten wie Containern, Hausbesetzungen, Gemeinschaftsgärten, Schwarzfahren, informelle Arbeit und anarchistische Kommunen sind nur eine handvoll Beispiele. Gemeinsam möchten wir außerdem Menschen und Orte alternativen Lebens besuchen. Wichtig ist uns, kein Aussteiger*innentum zu propagieren, sondern Perspektiven zu entwickeln, die diese Lebensformen in eine revolutionäre Bewegung einbetten.

Termin: Ab 14.11.2019, 18:30 Uhr jeden Donnerstag
Ort: Kostnixladen an der Dorstenerstr. 37, Bochum
Kontakt: radikale-bildung(at)riseup.net

Freifunk&Meshnets: Dezentrale Informationsnetzwerke

Das Internet – es umgibt uns beinahe überall. Aber wirklich frei und verfügbar für alle Menschen ist es nicht, denn es wird kommerziell betrieben, staatlich kontrolliert und überwacht. Technologische Entwicklungen und Freie Software ermöglichen jedoch Alternativen zu den „großen“ Anbietern. Ein Beispiel freier Netzwerkinfrastruktur ist Freifunk. Hier wird ein Internetzugang per WLAN frei für alle zur Verfügung gestellt. Freifunk-Netze sind selbstorganisierte Mitmach-Netze, und es ist mittlerweile auch für Laien einfach geworden, aktiv zu werden und Freifunk-Router zu betreiben. Diese bringen etwas Freiheit in den Alltag und Netzwerkinfrastruktur in die Hände der Nutzer*innen selbst. Außerdem verbinden sich die Router untereinander (sie bauen ein „Meshnetzwerk“ auf) und ermöglichen so das Wachsen des Freifunk-Netzes in der Nachbarschaft.

Der Kurs soll euer Verständnis ebenso wie euer Mitmachen fördern. Je nach Interesse wird es auch praktisch, indem wir gemeinsam Router mit Freifunk-Software umprogrammieren („flashen“) und uns dann die Funktionsweise selbst anschaulich machen können. Zwecks Nachhaltigkeit des Gelernten kann der befreite Router anschließend auch zu Hause, im Stadtteil, etc. weiterbetrieben werden. Wir versuchen, die technische Einstiegshürde bei diesem Kurs möglichst gering zu halten. Etwas Bereitschaft, sich mit Technik zu beschäftigen, ist aber nützlich für den praktischen Teil.

Termin: 08.-09.02.2020 Ganztätig
Vorbereitungstreffen: 24.01.2020, 19.00 Uhr
Ort: Langer August – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung@riseup.net

Ein anarchistisches Zentrum: gründen&organisieren

Anarchistische Zentren sind eine Umsetzung lokaler Selbstorganisation und revolutionärer Arbeit. Sie sind Infrastruktur und Ort zum Erfahren gelebter Solidarität und Gleichwertigkeit. Doch wie gründet mensch ein anarchistisches Zentrum? Welche Dinge gilt es dabei zu beachten? Und wie geht es nach der Gründung weiter? Diese und weitere praxisorientierte Fragen wollen wir versuchen zu klären.
Weil es unbedingt notwendiges Wissen in bestimmten Bereichen gibt, wird der Kurs stärker vorstruktriert sein, bringt aber trotzdem eure eigenen Fragen und Schwerpunkte mit. Der Kurs findet im anarchistischen Zentrum Black Pigeon in Dortmund statt, welches auch als Anschaungsungsort genutzt werden kann. Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 22. – 23.02.2020 Ganztägig
Vorbereitungstreffen: 07.02.2020, 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung@riseup.net

Beziehungsanarchie: Wie Beziehungen gleichwertig gestalten?

In unserer Gesellschaft sind die meisten Beziehungen weder gleichwertig noch befriedigen sie die hinter ihnen stehenden Bedürfnisse. Unsere Leben sind geprägt von Einsamkeit, Unsicherheit und fehlender Solidarität. Anstatt füreinander da zu sein, stehen wir in Konkurrenz um Zuneigung, Vertrauen und Respekt. Dabei sind gerade diese Ressourcen, im Gegensatz zu materiellen Gütern, nahezu unbegrenzt. Wie können wir aus den Strukturen und Verhaltensweisen, die diese Probleme verursachen, ausbrechen?
Beziehungsanarchie beschreibt die Idee, dass Beziehungen gleichwertig und individuell vereinbart sein sollten. Beziehungsanarchie ist nicht das gleiche wie offene Beziehungen, auch wenn sie Monogamie kritisiert, und das Konzept beschränkt sich auch nicht nur auf “romantische” Beziehungen.
Bei dem Kurs wollen wir gemeinsam erforschen, wie wir unsere Beziehungen in diese Richtung verändern können. Mögliche Themen sind Konsens, Kennenlernen und Kommunikation von Bedürfnissen. Vielleicht auch Ängste, Sehnsüchte, Selbstbestimmtheit und Mut? Oder auch etwas völlig Anderes! Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 14.-15.03.2020 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 06.03.2020, 19 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

Informationen

Die Kurse sind alle komplett selbstorganisiert. Das heißt es gibt zwar Personen, die sich überlegt haben was mögliche Inhalte sind, aber dies ist nur ein Input. Es gibt keinen festen Lehrplan. Am Anfang von jedem Kurs bzw. bei einem Vorbereitungstreffen oder auch später wird gemeinsam festgelegt, womit sich später auseinandergesetzt wird. Wir geben keine Inhalte vor, sondern achten lediglich darauf, dass keine Ideen vorbereitet werden, die Herrschaft unterstützen.
Die Kurse finden, wenn sie keine Blockkurse sind, wöchentlich statt. Alle Kurse sind kostenfrei. Bei Blockkursen gibt es veganes Essen gegen Spende. Bei diesen bitten wir zur Planungssicherheit um verbindliche Anmeldungen. Name oder sonstige persönliche Angaben müsst ihr bei der Anmeldung nicht mitteilen. Bei Fragen schreibt bitte an den angegebenen Kontakt.

Orte

KOSTNIXLADEN:

Solidarökonomisches Projekt, wo Menschen Sachen hinbringen und einfach mitnehmen können, in Bochum – Dorstener Straße 37.
Mehr auf kostnixladen-bochum.de

BLACK PIGEON:

Anarchistisches Zentrum in Dortmund – Scharnhorstr. 50.
Mehr auf black-pigeon.org

LANGER AUGUST

Kulturzentrum in Dortmund
– Braunschweiger Str. 22 (Innenhof).
Mehr auf www.langer-august.de

Solltet ihr einen Ort nicht finden, schreibt uns zeitnah.

Kontakt:

Kurse:
radikale-bildung(at)riseup.net

Allgemein:
schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net

Mehr zu uns:
schwarzerub.blackblogs.org

 

]]>
http://afrheinruhr.blogsport.de/2019/11/03/bodo-radikale-bildungskurse-wintersemester-20192020/feed/