Seit fast einem Jahr gibt es im Rhein/Ruhr-Gebiet Bestrebungen, Anarchie zu organisieren, die Anarchistische Förderation Rhein/Ruhr aufzubauen. Am 23. August 2012 traten wir das erste mal als Initiative öffentlich in Erscheinung. Die Resonanz – es waren mehr als 50 Menschen gekommen – war äußerst positiv, weshalb wir uns noch am selben Tag nach regionalen Gesichtspunkten in Arbeitsgruppen aufteilten. Aus diesem Enthusiasmus entstanden gestärkte Strukturen im östlichen Ruhrgebiet, die dann in der Anarchistischen Gruppe Östliches Ruhrgebiet (AGÖR) mündeten. Weiterhin keimen in großen Teilen des Rhein/Ruhr-Gebietes regionale Strukturen auf, in denen sich Menschen mit libertären Zielen zu organisieren versuchen.

Neben der Organisation einer geschlossenen Busfahrt zur Anarchistischen Demonstration in Mannheim am 22. Dezember 2012 geht auf die grundlegende Initiative der AFRR auch die Initiierung des schwarzen Tresens der AGÖR zurück.

Obwohl wir wissen, dass wir bisher nicht im gesamten Rhein/Ruhr Gebiet präsent sind, gründen wir uns als Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr mit dem Ziel eine starke, gut vernetzte Föderation für das Rhein/Ruhr-Gebiet aufzubauen, bestehend aus selbstständigen Lokalgruppen. Denn wir betrachten unseren bisherigen Prozess sowie die in Gründung befindlichen Gruppen mit voller Zuversicht und wollen diese Entwicklung frühzeitig mit der Gründung der AFRR Unterstreichen. Desweiteren wollen wir Einzelpersonen helfen, Veranstaltungen zu organisieren um die Bildung weiterer lokaler Gruppen zu fördern und die Föderation zu stärken.

Wir möchten auch bereits bestehende Strukturen ansprechen sich mit uns zu föderieren oder zu vernetzen. Bereits existierende Initiativen oder Gruppen gibt es in den folgenden Regionen und Städten: Dortmund, Bochum, Düsseldorf, Wuppertal, Witten, östliches Ruhrgebiet, zentrales Ruhrgebiet (Essen, Gelsenkirchen…), Sauerland.

Trotz der vielen positiven Entwicklungen und enstehenden Strukturen, ist es uns bisher nicht gelungen, außerhalb des östlichen Ruhrgebiets starke Strukturen zu entwickeln. Auch das Integrieren von bereits bestehenden Gruppen und Strukturen hat bisher nicht stattgefunden. Dies begründen wir zum einen damit, dass sich die Lokal-Gruppen der AFRR sowie die föderative Struktur der AFRR selbst nach wie vor im Aufbau befinden und deswegen nur ein begrenztes Wirken in die Öffentlichkeit hinein entfalten, zum anderen aber auch mit der generell schwach ausgeprägten organisierten Anarchistischen Bewegung im Rhein/Ruhr Gebiet. Wir haben keine große Basis, auf deren Grundlage wir zu wirken beginnen können und müssen deshalb vieles komplett neu “erschaffen”; dies verursacht immer wieder Schwierigkeiten und bedeutet einen generell langwierigen Prozess, soll der Versuch einer effektiven anarchistischen Organisierung nicht scheitern.

Wir freuen uns über das bisher Erreichte, wollen unsere Bestrebungen fortsetzen und blicken voller Zuversicht in die Zukunft.

Wenn ihr Interesse habt eine kraftvolle anarchistische Bewegung im Rhein/Ruhr-Gebiet mit uns aufzubauen, auch an Orten an denen es bisher noch keine Initiativen gibt, wendet euch bitte an afrr@riseup.net. Ein persönlicher Anlaufpunkt kann auch der Schwarze Tresen der AGÖR, an jedem letzten Freitag im Monat, im Trotz Allem in Witten sein. Oder der offene kennen lern Abend der Anarchistischen Gruppe Dortmund am 10.4. ab 18.00 Uhr im Taranta Babu in Dortmund. Sowie das Solikonzert für die Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr am 06.04. im Rattenloch in Schwerte ab 19.00 Uhr.

Um direkten Kontakt zur Anarchistischen Gruppe Dortmund aufzunehmen wendet euch bitte an agdo@riseup.net, die Anarchistische Gruppe Düsseldorf erreicht ihr über agd@riseup.net, zur Anarchistischen Gruppe östliches Ruhrgebiet schreibt an agoer@riseup.net.

Es lebe die Anarchie!

Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr am 31.03.2013