Krefeld: Christlicher Anarchismus

Samstag 28. Oktober 2017
ab 16:00 im H5

Alpha und Omega

Angesichts einer 2000jährigen Institution mit religiös-moralischem Machtanspruch erscheint die Rede von christlichem Anarchismus ziemlich anachronistisch. Dennoch haben sich immer wieder Einzelne und Gruppen innerhalb und außerhalb der Institution darauf berufen. Weil sie in der biblischen Fassung des Christentums durchaus Hinweise erkannten und sie umzusetzen suchten. Oft haben sie dies mit ihrem Leben bezahlt.
Ist die Frage mehr als ein nur ein historisches Thema? Dem versucht Albert Koolen, selbst Amtsträger der röm-kath. Kirche und Anhänger eines libertären Christentums, mit Impuls und einer (hoffentlich) offenen Diskussion nachzugehen.

Veranstaltungsreihe in Köln Teil 1: Anarchismus

Krefeld: Kropotkin und die Theorie des „anarchistischen Kommunismus“

Kropotkin by Artsybushev

Samstag 21. Oktober 2017
ab 16:00 im H5, Krefeld

Der russische Adelige und Anarchist Pjotr Alexejewitsch Kropotkin veröffentlichte mit seiner Schrift „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt“ nicht nur einen Klassiker der anarchistischen Literatur, sondern formulierte auf Basis seiner soziobiologischen Überlegungen eine kohärente Transformationstheorie. Die kropotkinsche Transformationstheorie wird dabei häufig unter dem Begriff „soziale Revolution“ subsummiert. Der Vortrag wird dieses Konzept in Abgrenzung zur „politischen Revolution“ des Marxismus näher beleuchten und zeigen weshalb Kropotkin als einer der zentralsten und einflussreichsten Theoretiker des Anarchismus gilt.

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Krefeld: Richtige Toleranz?

Samstag, 7. Oktober 20172017
ab 16:00 Uhr im H5

Edikt von Nantes

Der Toleranzbegriff geriet im 20. Jahrhundert in die Kritik. Während die Toleranzedikte zu den wichtigsten Dokumenten der Aufklärung gehörten, so wird der Begriff für Herbert Marcuse in der spätbürgerlichen Gesellschaft „repressiv“. Ebenfalls eine Kritik einer „uneingeschränkten Toleranz“ äußerte Karl Raimund Popper. Diese entzöge der Toleranz selbst die gesellschaftliche Basis.

Beide Argumentationen wollen wir an diesem Abend betrachten und danach diskutieren, warum dieser Begriff im 21. Jahrhundert mittlerweile im gesamten politischen Feld positiv besetzte ist.

Ein Vortrag von Werner Hager (Politikwissenschaftler)

Dortmund: Eindrücke vom anarchistischen W̶̶a̶̶h̶̶l̶Kampf in Dortmund

[Foto: Infostand mit drei Leuten]
unangemeldeter Stand in der Innenstadt

[Plakate: Wäht Van der Lubbe!]

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Mülheim, Schwarzer Tresen : Vortrag zu Rirette Maîtrejean

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28. September, ab 19.00 Uhr im Autonomen Zentrum Mülheim

Der Lebenslauf einer Anarchafeministin und Individualanarchistin im französischen „Milieu libre“, die sich laut und entschlossen gegen den anarchistischen Terrorismus und gegen den Staatsterror wandte

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Lou Marin, Marseille/Frankreich
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Mülheim: Der Kronstadtaufstand 1921

Marins de Kronstadt 1921

Matrosen von Kronstadt, 1921

Vortrag und Diskussion mit Ewgeniy Kasakow (Uni Bremen)

Der Aufstand der Besatzung der Militärfestung Kronstadt gegen die bolschewistische Führung in März 1921 und ihre Niederschlagung ist bis heute einer der umstrittensten Ereignisse der Russischen Revolution.

Ein Teil der Linken sah und sieht daran eine der letzten Regungen der Konterrevolution, den anderen gilt es als ein Versuch den Räten zu wirklicher Macht zu verhelfen, einen besseren Sozialismus umzusetzen und die Herrschaft der Bürokratie abzuschütteln. Für die Kritik an der sowjetischen Sozialismusmodell spielte die Debatte um Kronstadt eine außerordentliche Rolle.

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